Bad Hersfelder Festspielkonzerte beginnen am 22. und 23. Juni mit Bach-Programm

Konzerte in der Stiftsruine

Die Bad Hersfelder Festspielkonzerte beginnen mit einem Bach-Programm in der Stiftsruine. Bis zum August wird es 14 Konzerte in der Ruine und im Johann-Sebastian-Bach-Haus geben. Foto: nh

bad hersfeld. Ein abwechslungsreiches Programm hat Professor Siegfried Heinrich auch in diesem Jahr wieder für die Bad Hersfelder Festspielkonzerte zusammengestellt, die am 22. und 23. Juni beginnen. Jeweils am Samstag und Sonntag wird es nun bis zum 4. August um 16 Uhr insgesamt 14 Konzerte entweder in der Stiftsruine oder im Johann-Sebastian-Bach-Haus geben.

Die Konzertreihe beginnt mit zwei Konzerten in der Stiftsruine, die sich ausschließlich den Werken Johann Sebastian Bachs widmen. Das Familienkonzert am Samstag zeigt die heitere, lebensfrohe Seite des großen Thomaskantors, denn er begegnet uns in vielen seiner Stücke als ausgesprochen humorvoller und sinnenfroher Mensch. In der volksnah heiteren Kaffeekantate skizziert er humorvoll-ironisch eine Szene aus dem bürgerlichen Leben der Leipziger. In der von Hugo Wieg aufbereiteten szenischen Aufführung geht es um Herrn Schlendrian (Tobias Bader), der versucht, seiner Tochter Liesgen (Sara Mengs) die Unsitte des täglichen Kaffeetrinkens abzugewöhnen.

Die Orchestersuite Nr. 3 zeigt Bach als perfekten Kenner musikalischer Tanzformen seiner Zeit. Die sehnsüchtige Air aus diesem Meisterwerk ist uns längst zum Ohrwurm geworden und hat unzählige Bearbeitungen erfahren. Im Konzert für Violine und Orchester in a-Moll wird die lebensfrohe Seite des Barocks erkennbar.

Sinfonia Silesia aus Kattowitz

Unter der Leitung von Prof. Siegfried Heinrich musiziert das polnische Orchester Sinfonia Silesia aus Kattowitz. Die Solovioline wird gespielt von Sofia Roldán-Cativa.

Am Sonntag ist der Hersfelder Festspielchor mit dem Magnificat in D-Dur zu hören. Auf dem Programm stehen außerdem die Orchestersuite Nr. 4, BWV 1069, und das Konzert für Violine und Orchester in E-Dur. Das Magnificat in D-Dur ist Hauptwerk des Nachmittags. Es ist die einzige Vertonung des „Lobgesangs der Maria“ von Bach. Die Sätze verlangen eine von Bach selten geforderte fünfstimmige Vokalbesetzung, womit sie in die Nähe der h-Moll-Messe rücken. Mit einem festlich mit Trompeten, Pauken, Flöten und Oboen besetzten Orchester präsentierte Bach dieses Werk bereits kurz nach seinem Amtsantritt als Thomaskantor 1723 seinem Publikum.

Die 4. Orchestersuite von Bach besteht aus einer Reihe von aus der französischen Musik stammenden Tanzsätzen, in denen Bach auch Elemente des italienischen konzertierenden Stils eingearbeitet hat. Sie entstand in seinen glücklichsten Jahren, was man auch hört, denn ihr lebendiges und zugleich festliches Pulsieren nimmt sofort gefangen.

Barocke Lebensfreude versprüht ebenfalls das Konzert für Violine und Orchester in E-Dur. Das 17-minütige Stück zählt zum Repertoire aller großen Violinisten, da es hohe spieltechnische Ansprüche stellt. Die Solisten sind Katharina Wildermuth (Solovioline), Lisa Rothländer und Julie Grutzka (Sopran), Anna Retczak (Alt), Stephan Scherpe (Tenor) und Xiao-Feng Cai (Bass). Der Hersfelder Festspielchor unter Leitung von Prof. Siegfried Heinrich wird wiederum begleitet vom Orchester Sinfonia Silesia Kattowitz.

Karten für beide Konzerte sind im Vorverkauf beim Arbeitskreis für Musik in der Nachtigallenstr. 7 sowie unter den Telefonnummern 06621/506713 oder 06621/506718 erhältlich. Weitere Informationen zu den Festspielkonzerten und den Opernfestspielen finden Sie im Internet unter www.oper-hersfeld.de.

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