Der Hersfelder Kulturausschuss informiert sich über Ars Natura, Lutherweg und Via Regia

Kontakte in alle Richtungen

Beeindruckt: Der Ausschuss für Kultur und Bildung der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung besichtigte das neue Buchcafé. Geschäftsführerin Mercedes Thiel (links) berichtete vom Umbau und vom Umzug. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Bad Hersfeld hat die Festspiele. Die Festspiele. Und die Festspiele. Doch seit Neuestem versucht die Stadt auch mit anderen kulturellen Angeboten zu punkten: Der Kunstwanderweg Ars Natura, der Lutherweg und die Via Regia waren deshalb Themen im Stadtverordneten-Ausschuss für Kultur und Bildung, der bei seiner jüngsten Sitzung zudem das neue Buchcafé am Brink besichtigte.

Das sozio-kulturelle Zentrum, das Geschäftsführerin Mercedes Thiel vorstellte, ist innerhalb der Stadt längst etabliert. „Touristische Anknüpfungspunkte“ versprechen sich die Stadtpolitiker dagegen von ihrer Beteiligung an den genannten Wegen.

Zehn Kunstwerke

Die Hersfelder Abschnitte des Kunstwanderweges Ars Natura sollen bis zum Herbst dieses Jahres mit insgesamt zehn Kunstwerken ausgestattet sein. Die Hälfte ist bereits installiert, die angrenzenden Strecken von Hauneck und Niederaula sind so gut wie fertig. Ars Natura-Chef Sandrino Sandinista Sander berichtete, dass an den Startpunkten der Wege noch Plexiglastafeln mit Erläuterungen zu den einzelnen Kunstwerken aufgestellt werden.

Der Lutherweg empfindet die Reise des Reformators zum Wormser Reichstag im Jahre 1521 nach – mit Hersfeld als Zwischenstation auf dem Rückweg. Hartmut Ziehn, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Lutherweg in Hessen“, berichtete über Pilgerwanderungen und Laufveranstaltungen und regte eine größere Präsenz des Namens Luther im Stadtbild an – zum Beispiel durch einen Luther-Kreisel am Eichhof.

Wie Bad Hersfeld den Königsweg Via Regia nutzen könnte, darüber soll zunächst einmal im kleinen Kreis gesprochen werden. Die Büsten von fünf gekrönten Häuptern, die hier einmal vorbeigekommen sind, stehen seit Kurzem ja wieder im Stiftsbezirk.

Stefan Pruschwitz, zuständiger Mitarbeiter der Verwaltung fürs Stadtmarketing, begrüßte all diese Aktivitäten: „Sie öffnen in alle Richtungen Kontakte.“

Und Bauamtschef Johannes van Horrick wies drauf hin, dass Bad Hersfeld ja auch an der Deutschen Fachwerkstraße liege – auch wenn damit bisher noch nicht geworben wurde.

Von Karl Schönholtz

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