245 Arbeitslose mehr als 2011 – „Abbau hat Zenit überschritten“

Konjunktur schwächelt auch im Landkreis

Hersfeld-Rotenburg. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda (Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg) gab es im Dezember 2012 mehr Arbeitslose als im November. Doch während Fulda mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent weiterhin die niedrigste Quote von 26 hessischen Kreisen und kreisfreien Städten hat, fiel der Anstieg im Kreis Hersfeld-Rotenburg im Vorjahresvergleich am zweitdeutlichsten von 18 Regionen mit steigender Arbeitslosigkeit aus.

Im Gesambezirk ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber November um 157 auf 6 685 gestiegen. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr lag mit 138 bei 2,1 Prozent, wobei sich die Entwicklung in den Teilregionen unterschiedlich gestaltet. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 3,8 Prozent (November: 3,7 Prozent).

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember gegenüber dem November lediglich um 28 auf 2 869 Personen. Dies entspricht einem Plus von einem Prozent; hessenweit war ein Anstieg von 2,2 Prozent zu verzeichnen. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent.

Laut Arbeitsagentur würden nun die Auswirkungen der schwächer werdenden Konjunktur deutlich, die sich vor allem im produzierenden Gewerbe bemerkbar mache.

Gegenüber Dezember 2011 waren im abgelaufenen Monat 245 Menschen mehr arbeitslos (+ 9,3 Prozent). Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, bei der die konjunkturellen Ausschläge relativ schnell sichtbar würden, ist die Zahl der Arbeitslosen binnen Jahresfrist um 29 Prozent auf 1 059 angestiegen.

„Angesichts der Entwicklung in den letzten Monaten und der Prognosen für das erste Halbjahr 2013, gehe ich davon aus, dass der langjährige Abbau der Arbeitslosigkeit seinen Zenit vorerst überschritten hat“, sagt Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. „Gleichwohl dürfen wir nicht zu pessimistisch sein, denn in verschiedenen Berufen gibt es nach wie vor einen Fachkräftebedarf, der mitunter schwer zu decken ist.“ (red/nm) Hintergrund, Zum Tage, S. 2

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