Branche sucht qualifizierte Kräfte und motivierte Auszubildende

Konjunktur am Bau, Flaute bei den Arbeitern

Bad Hersfeld/Bebra. Das heimische Baugewerbe hat gut zu tun, aber es fehlt an qualifizierten Kräften. Das betrifft sowohl bewährte Facharbeiter als auch geeignete Auszubildende. Das erklärt Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker aus Bebra vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturprogramme.

Das weitgehend handwerklich aufgestellte Bauhauptgewerbe im Landkreis Hersfeld-Rotenburg versucht auf mehreren Wegen den Mitarbeitermangel zu bekämpfen, der sich aus verschiedenen Gründen in der Branche eingestellt hat. Das heimische Bauhandwerk wirbt deswegen auf mehreren Ebenen um Auszubildende. Ebenso wie das gesamte Handwerk, das eine Kampagne gestartet hat, um sein verstaubtes Image abzuschütteln.

Werbung in Winterstarre

In der Bebraer Lehrbaustelle finden Schnupperkurse für Schulklassen statt, damit die jungen Leute ans Handwerk herangeführt werden. Stellvertretend für die kleinen Betriebe der Branche sucht neuerdings sogar die Innung per Annonce passenden Berufsnachwuchs, Die Innung hilft ihren rund 30 Mitgliedsbetrieben bei der Vorauswahl der Bewerber und Bewerberinnen und prüft sie bei Motivation und schulischen Kenntnissen auf Herz und Nieren. „Die meisten Schülerinnen und Schüler, die zu uns kommen, wissen gar nicht, um was es geht“, berichtet der Kreishandwerksmeister.

Allerdings herrscht in der Baubranche noch Winterstarre. Gerade einmal 28 offene Stellen sind bei der Bundesagentur für Arbeit im Bereich von Bad Hersfeld von Firmenchefs gemeldet. Nur zehn neue Stellen kamen hier im Januar dazu. Demgegenüber gab es Ende Januar 271 arbeitslose Bauarbeiter. 180 meldeten sich neu arbeitslos. Im Bereich der gesamten Bundesagentur bezogen Ende vergangenen Jahres 500 Arbeiter in 36 Betrieben Saisonkurzarbeitergeld. zum tage

Von Kurt Hornickel

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