Fast alle getauften Jugendlichen lassen sich auch einsegnen

Die Konfirmation ist auch weiterhin gefragt

Hersfeld-Rotenburg. Feierlicher Gottesdienst, ein Fest im Familienkreis, Geschenke: Zwischen Palmsonntag und Pfingsten feiern zahlreiche evangelische Jungen und Mädchen im Landkreis ihre Konfirmation.

Obwohl die Kirchen mit mit Austritten und Mitgliederschwund kämpfen, scheint das Fest, das den kirchlichen Übertritt ins Erwachsenenalter markiert, in der Region bei jungen Leuten nicht aus der Mode zu kommen: 458 Konfirmanden werden in diesem Jahr im Kirchenkreis Hersfeld eingesegnet, etwa 350 sind es im Kirchenkreis Rotenburg. Hinzu kommen die Konfirmanden in Kirchengemeinden wie Mansbach, Breitenbach am Herzberg oder Heinebach, die zu benachbarten Kirchenkreisen gehören.

Die Konfirmandenzahlen bleiben dabei weitgehend stabil. 2011 wurden im Kirchenkreis Hersfeld 498 Konfirmierte gezählt. Den leichten Rückgang erklärt Dekan Ulrich Brill mit einem geburtenschwachen Jahrgang. Im Kirchenkreis Rotenburg waren es im Vorjahr 243 Konfirmanden. Seit 2003 habe die Zahl zwischen 397 und 336 geschwankt und sei somit trotz des demografischen Wandels nicht wesentlich gesunken, sagt Dekanin Gisela Strohriegl. „Mit der Konfirmation erreichen wir nahezu 100 Prozent der Getauften eines Jahrgangs. In den kleineren Dörfern durchweg, in den größeren Orten gibt es einzelne, die aus persönlichen Gründen nicht durchhalten“, sagt Strohrigel. In beiden Kirchenkreisen haben sich auch in diesem Jahr bisher ungetaufte Jugendliche zu Taufe und Konfirmation entschieden.

„Es ist kein Geheimnis, dass die kirchliche Bindung entwicklungsbedingt ab einem gewissen Zeitpunkt abnimmt“, sagt Dekan Ulrich Brill. „Im ländlichen Raum gibt es eine relativ hohe Übereinkunft mit der Kirche“, sagt Brill. Sorgen bereite eher der demografische Wandel.

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Von Jan-Christoph Eisenberg

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