Kindergartenbedarfsplan für die Stadt Bad Hersfeld mit vielen Fragezeichen

Wie es kommt, weiß keiner

Horst Gerlich

Bad Hersfeld. Der ab September 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz und die Einführung des Betreuungsgeldes sind die zwei großen Unbekannten, die auch die Bedarfsplanung in den Kindertageseinrichtungen der Stadt Bad Hersfeld erschweren. „Wie es kommt, weiß keiner“, sagte Horst Gerlich, der den Betrieb der städtischen Kindergärten organisiert, jetzt vor dem Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

Noch dazu wähnte sich die Stadt in ihren Planungen bisher gut aufgestellt, ehe sie mit neuen Berechnungsgrundlagen konfrontiert wurde. Weil man jetzt davon ausgeht, dass bei den Null- bis Dreijährigen insgesamt 35 Prozent einen Krippenplatz benötigen anstatt 30 Prozent, fehlen auf einmal um die 70 Plätze. „Das war Gift für die Zahlen, mit denen wir bisher gerechnet haben,“ sagte Gerlich.

Gleichwohl kann die Stadt relativ schnell Abhilfe schaffen. Zwei Krippengruppen sollen im wenig genutzten Dorfgemeinschaftshaus in Kalkobes unterkommen. Hier sind nur wenige Umbaumaßnahmen erforderlich.

Eine davon werden „Die Kleinen Strolche“ vom Kirchplatz sein, denen es an einem Außengelände fehlt. In Kalkobes steht ein Spielplatz zur Verfügung.

In die Räume am Kirchplatz würde die Hortgruppe Rosengasse einziehen, die momentan provisorisch in der Neuhaus-Schule untergebracht ist und nach zwischenzeitlicher Kündigung durch den Kreis ohnehin ausziehen muss.

Eine weitere Krippengruppe hätte in der Hohen Luft Platz. Und schließlich könnte der für 2014 geplante Neubau einer Tagesstätte im Schilde-Park oder beim Anne-Frank-Kindergarten größer dimensioniert werden, so dass die Zahlen am Ende wieder stimmen.

Bei den Drei- bis Sechsjährigen ist das schon jetzt der Fall, auch wenn der Fehlbedarf in einigen Stadtteilen durch freie Plätze im Stadtgebiet abgedeckt werden muss.

Von Karl Schönholtz

Kommentare