Darsteller des Kinderstücks „Die Eule“ lernten den echten Uhu Pimpf kennen

Kollege Eule zu Besuch

Eule mit Eule: Markus Majowski, der im Kinderstück unter anderem die Eule spielt, fand es eindrucksvoll, Uhu Pimpf auf dem Arm zu halten.

Bad Hersfeld. Blitzlichtgewitter für Uhu Pimpf. Er ist mit Falkner Michael Schanze nach Bad Hersfeld gekommen, um den Machern des Kinderstücks „Die Eule“ ein paar Eindrücke von Eulenvögeln zu vermitteln. Den Trubel um sich herum nimmt Pimpf ganz gelassen. Er lässt sich angucken, streicheln und bleibt ganz ruhig auf dem Arm all derer sitzen, die ihn halten wollen.

„Menschen sind für Pimpf Kollegen“, erläutert Falkner Michael Schanze, der mit dem Sänger und Schauspieler gleichen Namens nicht verwandt ist, ihn aber als Milchmann Tevje in „Anatevka“ in der Ruine gesehen hat. Der Uhu sei es gewohnt, mit Menschen gemeinsam zu jagen und sehe sie nicht als Feinde an. Schanze und sein Lederhandschuh vermittelten Sicherheit, deshalb bleibe das Tier auch ruhig, wenn es noch viel unruhiger werde.

Tiere fliegen lautlos

Auch ein paar interessante Details über Eulen verrät Schanze: Sie könnten ihren Kopf um 270 Grad drehen, weil sie mit 14 doppelt so viele Halswirbel hätten wie ein Mensch. Eulen binden sich ihr Leben lang an einen Partner. Pimpfs Frau ist übrigens 30 Zentimeter größer als er. Das lautlose Fliegen sei möglich, weil Uhus kleine Haare auf den Federn hätten, die den Reibungswiderstand und damit Geräusche reduzieren. Sehen könnten Uhus zwar nicht sehr gut, dafür aber umso besser hören und ihre Beute auch unter Blättern oder Schnee erwischen. Mit ihren Krallen hätten sie eine Griffkraft von 600 Kilogramm. Da sind die Kinder, die Pimpf auf dem Arm halten doch froh um den schützenden Lederhandschuh und darum, dass der Uhu seine Kraft nicht ausspielt.

Denn Paula Waap, Pauline Noth und Amelie Trümner werden noch gebraucht. Sie teilen sich die Rolle des Gretchens im Kinderstück. Und das ist für die neun und elf Jahre alten Mädchen ganz schön viel Arbeit neben der Schule. „Es ist schon ganz schön viel Text, den wir lernen müssen“, erzählt die neunjährige Paula Waap aus Heringen. Trotzdem machen ihr die Proben sehr viel Spaß. Das bestätigen auch Amelie Trümner und Pauline Noth, die beide elf Jahre alt sind und aus Bad Hersfeld kommen. Alle drei Mädchen sind richtig stolz, dass sie beim Casting ausgewählt wurden und haben auch noch kein Lampenfieber. Dabei rückt der Termin für die Premiere unaufhaltsam näher: Am kommenden Sonntag, 5. Juli, wird das Kinderstück um 16 Uhr zum ersten Mal im Buchcafé gezeigt.

Franziska Reichenbacher, die das Stück nach einem Märchen der Gebrüder Grimm geschrieben hat, und die beiden Regisseure Markus Majowski und Joern Hinkel haben zudem extra die Figur einer Erzählerin eingeführt, um den Kindern nicht zu viel Text zuzumuten.

Sie alle spielen zudem in dem Stück mit, Majowski unter anderem als Eule. Deswegen hört er besonders interessiert zu, was Falkner Schanze über Eulen erzählt. Mit von der Partie ist übrigens auch Kleindarsteller Christopher Seban, umjubelter Mats Schlucker aus den „Sommernachts-Träumereien“.

Von Christine Zacharias

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