In Manfred Abeleins „Wassergarten“ tummeln sich in drei Teichen viele Fische

Kois fressen aus der Hand

Beim Füttern: Gartenbesitzer Manfred Abelein wirft seinen geliebten Koi-Karpfen Weißbrot in den Teich. Foto: Eichenauer

Bad Hersfeld. 40 Goldfische, 16 Koi-Karpfen und drei Teiche – das alles kann Manfred Abelein sein Eigen nennen.

Der 65-Jährige wohnt seit 34 Jahren in Heenes und solange hat er auch seinen Garten. Dieser war aber nicht von Anfang an so voller Leben – damals bestand er nur aus Wiese und Grabland. Mit viel Arbeit schuf Manfred Abelein sein Gartenparadies. Seit 20 Jahren hat er nun Teiche und diese seit dem auch schon zweimal vergrößert. Beim Betreten des 1300 Quadratmeter großen Gartens weiß man gar nicht, wohin man zuerst schauen soll – auf das Gewächshaus, die bunten Blumen, den Goldfisch-, oder den Koiteich.

Ab dem Zeitpunkt, an dem Abelein gelesen hatte, dass Kois auch zahm werden können, war er fasziniert von ihnen und begann, sich welche anzuschaffen. „Ich habe zwei zahme Kois. Wenn sie an meinem Finger nuckeln oder aus meiner Hand fressen – das ist einfach toll.“ Aber natürlich kostet das tierische Hobby auch viel Zeit – das Fischefüttern, das Reinigen der Teiche, das Umsorgen des Gartens. Aber das muss Manfred Abelein nicht alleine machen, seine Frau Doris unterstützt ihn dabei.

Fast den ganzen Tag draußen

„Mein Mann verbringt fast den ganzen Tag im Garten. Wenn das Essen fertig ist, muss ich oft mehrmals rufen, bis er sich von seinen Fischen loseisen kann“, sagt Doris Abelein schmunzelnd. Dies bestätigt ihr Mann und betont, dass er den Garten mit nichts eintauschen würde.

Solch ein besonderer Garten bleibt natürlich nicht unentdeckt – die Kois und Goldfische haben sich in Heenes schon rumgesprochen. So konnte Abelein mit dem Verkauf von einzelnen Tieren noch etwas Gewinn machen.

Kein Wunder – Kois sind nicht gerade die kostengünstigsten Tiere. Der 65-Jährige hat für einen Fisch schon bis zu 400 Euro bezahlt. Da ist es gut, dass er sich zur Rente als Zeitungsträger etwas dazu verdient.

Hundert Eier

Manfred Abelein besucht zwar regelmäßig Koiausstellungen und kauft dort Exemplare, aber natürlich vermehren sich seine eigenen auch. „Kois pflanzen sich nicht so oft fort, aber wenn, dann richtig: Sie legen hundert Eier ab, davon überleben allerdings längst nicht alle. Bei den Goldfischen ist es extremer: Ich habe mit drei Tieren angefangen und besitze jetzt vierzig.“

Ob er seine Teiche noch vergrößern möchte, weiß Manfred Abelein noch nicht – Platz genug ist in seinem Garten auf jeden Fall.

Von Laura Eichenauer

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