Letzte Rettung: Verbessertes Kaufangebot der Stadt an die Grundstückseigentümer

Kohlrabibar bleibt in Gefahr

Bad Hersfeld. Die traditionsreiche Kohlrabi-Bar auf dem Tageberg fällt als Ausflugsziel für Spaziergänger und Kurgäste zu Ostern aus.

Und selbst die Mitglieder des Kleingärtnervereins, dem Reinhard Rauche vorsteht, können in der gemütlichen Gaststätte nicht aufs Osterfest anstoßen. Nachdem die Grundstückseigentümer, zwei Söhne der Unternehmersfamilie Rechberg, im vergangenen Jahr gerichtlich gegen die Nutzung des Vereinsheims als öffentliche Gaststätte vorgegangen waren, lohne sich der Betrieb für den Pächter nicht mehr, erklärt dazu Reinhard Rauche. In Konsequenz müssen momentan alle potenziellen Gäste draußen bleiben. Sonst eröffnete das Lokal im Grünen immer Anfang April.

Eigentümer bleiben hart

Weil die Eigentümer in ihrer Haltung verharren, und das Ende der Kohlrabibar droht, hat die Stadtverwaltung – vorbehaltlich der Zustimmung der städtischen Gremien – nochmals ein Kaufpreisangebot den Eigentümern unterbreitet. Das teilte Bürgermeister Thomas Fehling mit. „Dabei wurde ein altes Wertgutachten zugrundegelegt und mit einem angemessenen Aufschlag versehen“, erklärt der Bürgermeister. Der traditionsreichen Gartengaststätte, sie besteht seit 1962 und ist seit den frühen 1980er Jahren in der Regie der Familie Ullrich, dürfe nicht die Existenzgrundlage entzogen werden.

Anlaufpunkt für Kurgäste

Die Kohlrabibar solle als Anlaufpunkt für Kurgäste und Wanderer erhalten bleiben. Die Stadt habe an die Eigentümer appelliert diesem „Rettungsversuch“ zuzustimmen. Gleichzeitig hat die Stadt deutlich gemacht, dass – sollte es zu keiner Einigung kommen – es beim derzeitigen rechtlichen Zustand bleibt. Damit wäre zwar die Existenz der Kleingärtneranlage gesichert, aber das Vereinsheim dürfe nur von den Mitgliedern und deren Freunden genutzt werden. „Als öffentliche Gaststätte stünde die beliebte Kohlrabi-Bar dann unweigerlich nicht mehr zur Verfügung“, mahnt der Bürgermeister. verfügung...

Von Kurt Hornickel

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