GBO-Bigband überzeugte beim ersten Konzert im neuen AudiMax am Obersberg

Könner am Instrument

Nadine Müller und Sven Schönig sangen gemeinsam „Something stupid“ von Frank und Nancy Sinatra. Foto: zac

Bad Hersfeld. Wer erfolgreich Musik machen will, der muss sich beizeiten um den Nachwuchs kümmern. An den Obersbergschulen gehört nicht nur das Musikmachen, sondern auch die systematische Nachwuchsförderung zum Programm. Wie das funktioniert, das erlebten die Besucher des Konzerts der GBO-Bigband am Donnerstagabend eindrucksvoll.

Mit Charpentiers Eurovisionsfanfare begrüßten die Jungen und Mädchen der Bläserklasse sechs die Besucher im voll besetzten AudiMax. Sie musizieren im zweiten Jahr zusammen und haben es bereits zu beachtlichen Fertigkeiten an ihren Instrumenten gebracht. Unterrichtet werden sie, neben den Musiklehrern vom Obersberg, von den Lehrkräften der Musikschule des Kreises, die dafür regelmäßig auf den Obersberg kommen, erläuterte Helgo Hahn, der alle Gruppen leitete und den Abend moderierte.

James Bond und Joe Zavinul

Wer seine musikalischen Fähigkeiten weiter ausbauen will, der spielt ab Klasse sieben in der Junior-Big-Band. Hier swingt es schon richtig, davon konnten sich die Besucher bei Stücken wie der Titelmelodie der James-Bond-Filme oder „Mercy, mercy, mercy“ von Joe Zavinul überzeugen.

Die volle Bandbreite dessen, was eine Bigband so spielen kann, präsentierte anschließend die GBO-Bigband in voller Besetzung und begeisternder Qualität. Mal beschwingt, dann wieder rockig, mal mit Musicalmelodien oder lateinamerikanisch, die Jugendlichen waren bei Jazzklassikern aus den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ebenso flott dabei wie bei aktuellen Popsongs.

Eine Vielzahl von Solisten machte dabei deutlich, dass die Band nicht nur als Ensemble gut ist, sondern über eine Fülle ernsthafter Musiker verfügt, die es an ihren Instrumenten zu erheblichen Können gebracht haben. Ganz zu schweigen von den Sängerinnen Nadine Müller und Stella Becker, die sowohl geschmeidigen Swing als auch erdigen Rock im Repertoire haben. Erstmals, so freute sich Helgo Hahn, präsentierte die GBO-Bigband zudem ein Duett. Nadine Müller und Sven Schönig sangen gemeinsam den Sinatra-Song „Something stupid“.

Viele der Musikerinnen und Musiker sind außerdem solistisch oder in anderen Bands und Ensembles aktiv. Vier von ihnen haben sich zum Beispiel unter dem Namen Space Pirates Jazz Combo zusammengetan und ließen vor der Pause Songs von Johnny Cash, Pink Floyd und Eric Clapton in eigenen Bearbeitungen hören.

Natürlich durften die Stücke nicht fehlen, mit denen sich die GBO-Bigband am Wettbewerb des Hessischen Rundfunks beteiligte: „Chica Espanol“, ein rhythmisches Latin-Stück, „How sweet it is to be loved by you“, von Stella Becker mit samtiger Stimme gesungen und „First Light“, bei dem Christian Winter am Tenor-Saxophon brillierte.

Dass alle Zuhörer der Band die Daumen drückten, versteht sich von selbst. Auf jeden Fall erklatschte sich das begeisterte Publikum gleich mehrere Zugaben, ehe es die Band entließ. (zac)

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