Geburtstagskochen mit hr1-Kochprofi Meikel Pedrana – Ulrike Prause war dabei

Kochen ist Kultur

Geschafft! Für Ulrike Prause (ganz links) war es ein besonders anstrengendes, aber auch bleibendes Erlebnis. Normalerweise lauscht sie samstags der angenehmen Radiostimme von Meikel Pedrana Hinten, 3.v.l.), an diesem Tag gehörte sie zu den Hauptpersonen der Livesendung „Dolce Vita“.

Bad Hersfeld. Die Küche des hr-Restaurants im Frankfurter Funkhaus, nicht größer als ein geräumiges Wohnzimmer, war Schauplatz eines Kochwettbewerbs, der anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des „hr1-Profiteams“ ausgetragen wurde. Jeweils fünf Hobbyköche aus den Reihen der Frankfurter Neuen Presse und der Hörer des Hessischen Rundfunks schnippelten, rührten, würzten und brutzelten in einer turbulenten Live-Sendung um den Sieg.

Die Mannschaft der treuen hr1-Hörerinnen verstärkte Ulrike Prause aus Bad Hersfeld, die aus über zweihundert Bewerbern ausgewählt wurde. Es blieb ihr gerade noch Zeit, sich eine neue Kochschürze zu kaufen, denn schon am Folgetag stand sie Seite an Seite mit Meikel Pedrana am Küchenherd. Pedrana ist Hessens Radio-Koch. 100 000 Hessen läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn er samstags in der Mittagssendung „Dolce Vita“ bildreich über das Essen redet.

„Kochen ist Kultur“ ist das Motto des hr1-Profis und dieses hat auch Ulrike Prause verinnerlicht. Ihre Kochkunst schätzt besonders ihr Mann Joachim. Aber auch die gesamte Familie und der große Freundeskreis lassen sich gern von ihrer heimischen Küche verwöhnen, für die die viel gelobte Köchin immer saisonale und regionale Produkte verwendet. „Bei mir gibt es keine Erdbeeren im Dezember“, bekräftigt sie. Ulrike Prause punktet aber auch mit ihren mediterranen Spezialitäten und ihrer selbst entworfenen Forellencremesuppe, die ihrer Mutter Hanne Carl sehr gut schmeckt.

Die agile Hersfelderin lässt sich beim Kochen gern über die Schulter schauen und weckte damit die Kochleidenschaft ihrer Tochter schon im Kindesalter. Seit 1977 sammelt Ulrike Prause sämtliche Monatsausgaben des Magazins „Essen + Trinken“ und schätzt trotz ihrer umfangreichen Kochbuchsammlung noch immer ganz besonders „Das neue große Kochbuch“ von Roland Gööck, die Kochbibel in Deutschland überhaupt. Ihr Wissen gibt sie gern weiter an junge Paare und ihre Kolleginnen im Gesundheitsamt, wo sie als Medizinisch-technische Assistentin arbeitet.

Sehr gut angenommen werden seit zweieinhalb Jahren ihre Kochkurse an der hiesigen Volkshochschule, in denen sie immer die Achtung vor dem Produkt in den Vordergrund stellt. Die künftigen Teilnehmer werden von den vielen Tipps, die die Hobbyköchin von Meikel Pedrana mit auf den Weg bekommen hat, profitieren.

„Die Lachsklößchen zärtlich ins heiße Wasser geben“, empfahl der Profi. Die veredelten das schaumige Kräutersüppchen des Sieben-Gänge-Geburtstagsmenüs, das mit Matjestatar, „Vitello Tonnato“, gebackenen Auberginenfrikadellen an Feldsalat mit Kartoffel-Orangendressing, „Hinkel a l´orange“ und schließlich einer raffinierten Panna Cotta vervollständigt wurde.

Von Gudrun Schmidl

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