Mathe-Wettbewerb: Kultusminister Lorz zeichnet Erik Most und Sven Hagemeister für gute Leistungen aus

„Kluge Köpfe werden gebraucht“

Ehre, wem Ehre gebührt: Beim 46. Hessischen Mathematik-Wettbewerb belegten Erik Most aus Buchenau (3. von links) und Sven Hagemeister aus Niederaula bei den Hauptschülern den 5. und 6. Platz. Hauptgeschäftsführer Jürgen Kümpel (von links) vom Unternehmerverband Nordhessen, Geschäftsführer Martin Sträb von Grenzebach BSH, Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Hessenmetall, Dr. Thomas Brunn, freuten sich mit ihnen über ihre gute Platzierung. Foto:  Apel

Bad Hersfeld. Allen Grund stolz zu sein hatten Geschäftsführer Martin Sträb und 18 Achtklässler aus ganz Hessen. Der eine, weil seine Firma, die Bad Hersfelder Grenzebach BSH GmbH, dazu ausersehen war, die Feierstunde anlässlich der Ehrung der Sieger des landesweiten Mathematik-Wettbewerbs auszurichten. Die anderen, weil sie sich auf Schul- und Kreisebene bei den gestellten Aufgaben „durchgebissen“ hatten, und weil sie in der Endrunde auf den vorderen sechs Plätzen landeten.

„Ein bisschen aufgeregt“

Wie seit 1969 üblich, waren 53 466 Gymnasiasten, Realschüler und Hauptschüler in getrennten Aufgabengruppen angetreten. „Ich war schon ein bisschen aufgeregt, als es losging“, erinnert sich Erik Most aus Buchenau. Der 14-Jährige, der Landmaschinenmechaniker werden möchte, besucht die Klasse H8b der Lichtbergschule Eiterfeld, und er betont, dass er mit Aufgabenstellungen fertig werden musste, die in der Klasse noch gar nicht im Unterricht behandelt worden waren: „Ich habe mir alles ganz genau angeschaut, gerechnet, und irgendwie muss es dann einigermaßen richtig gewesen sein, wenn ich auf dem 5. Platz gelandet bin und 40,5 von 48 möglichen Punkten erreicht habe!“

Nur einen halben Punkt schlechter schnitt Sven Hagemeister aus Niederaula ab. Er belegte bei den Hauptschülern den 6. Platz, und er war damit der erfolgreichste Mathematik-Wettbewerb-Schüler aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Wie alle anderen Sieger auch wurde er mit Urkunden, Geschenken und vom Land mit einem Geldpreis bedacht. Den Erstplatzierten stellte Grenzebach BSH darüber hinaus einen weiteren Geldpreis zur Verfügung. Daneben konnten sie aus der Hand von Kultusminister Alexander Lorz ein Ikosaeder entgegennehmen – ein vielflächiges Gebilde mit 20 gleichseitigen Dreiecken.

Lorz, von Haus aus Jura-Professor, hatte zuvor ein Loblied auf Mathematik und Technik gesungen und den anwesenden Schülern, Lehrern und Eltern bescheinigt, dass die 18 Besten „nach drei harten Runden zu Recht auf dem Podest“ stehen. Insbesondere im gymnasialen Bereich sah der CDU-Politiker die Landespolitik auf einem guten Weg. Im Real- und Hauptschulbereich könne man noch etwas tun, auch bei den Mädchen sei noch mehr drin. „Die Aussichten sind rosig“, unterstrich er.

„Brauchen kluge Köpfe“

Für den Arbeitgeberverband Hessenmetall, der den Wettbewerb unterstützt hatte, gratulierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Brunn. Er rief den Schülern zu: „Trainieren Sie Ihre Begabung und bleiben Sie neugierig. Kluge Köpfe werden immer gebraucht!“

Ähnlich äußerte sich die Landesbeauftragte für den Mathematik-Wettbewerb, Dr. Yvonne Hartwich, die an der Max-Planck-Schule Rüsselsheim unterrichtet, die mit Lars Becker das Mathe-Ass der Gymnasien stellt.

Von Wilfried Apel

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