Projektwoche an den Beruflichen Schulen

Von Klosterfrauen und Hexen

Projektwoche: Eine Schülerin im Kostüm einer Klosterfrau, die selbst hergestellte Salben anbietet und die Heilwirkungen den Besuchern erklärt. Foto: nh

Bad Hersfeld. Das Thema „Hexen, Hebammen und andere Krankenschwestern“ stand im Mittelpunkt einer Projektwoche der Fachoberschüler der Klassen 11 A und B aus dem Fachbereich Gesundheit der Beruflichen Schulen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in Bad Hersfeld.

Neben dem Berufsbild der Hebamme, das sich seit dem Mittelalter zurückverfolgen lässt, untersuchten die Schüler auch pflegerische Handlungen der sogenannten weisen Frauen und Klosterfrauen. Sie versetzten sich in die damalige Zeit und stellten unter anderem Salben nach alten Rezepten her.

Eine Arbeitsgruppe interessierte sich für mittelalterliche Alchemie, die bis heute einen Mantel des Geheimnisvollen um sich hüllt. Die Schüler experimentierten unter anderem mit Kupfermünzen und Bunsenbrenner, um verschiedene Metalle nachzuweisen.

Besonderes Interesse zeigten Jugendlichen am Thema Hexen, das durch einen Besuch bei einem Spezialisten zum Thema Hexenverfolgung, Dr. Kai Lehmann vom Museum Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, geweckt worden war. Die Schüler waren so sehr von seinen Forschungsergebnissen beeindruckt, dass sie sich einen urkundlichen belegten Fall aussuchten, in dem ein Ehemann Frau und Tochter der Hexerei beschuldigte, um sich beider zu entledigen. Aus den veröffentlichen Unterlagen ist zu entnehmen, dass beide Frau verhaftet, in der Folter verhört und durch Verbrennung hingerichtet wurden.

Voller Engagement schufen die Schüler zu diesem Fall ein Rollenspiel, welches bei den Zuschauern in der voll besetzten Aula der Beruflichen Schulen Gänsehaut und Schaudern hervor rief. Zum Abschluss des Rollenspiels machten sie deutlich, dass auch heute Menschen verunglimpft werden. (red/ks)

Kommentare