Bauarbeiten für Bettenhäuser im Zeitplan / Minister Banzer brachte Geld vom Land

Am Klinikum geht’s zügig voran

Vor den Überresten des alten Frühförderzentrums überreichte Jürgen Banzer (rechts) der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz und Prokurist Heino Stange den Bewilligungsbescheid. Foto: Becker

Bad Hersfeld. Jürgen Banzer scheint sich im Klinikum Bad Hersfeld bereits ganz wie zu Hause zu fühlen: „Dieser Saal kommt mir schon so vertraut vor wie unser Wohnzimmer“, scherzte der hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit als er am Mittwoch den Bewilligungsbescheid über Fördermittel des Landes in Höhe von 7,5 Millionen Euro überreichte. Erst im Mai hatte Banzer dort die neuen Abteilungen der Strahlentherapie und der Nuklearmedizin zu eröffnet.

Mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides ist ist ein weiterer Schritt im Zuge der Aufstockung und Sanierung des Bettenhauses getan, deren Bauarbeiten im Mai – wie berichtet – begonnen haben.

Heino Stange dankte Land und Landkreis: „Sie haben unsere Bitte nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen“, so der Verwaltungsleiter des Klinikums. Im Jahr 2009 bewilligte das Land aus den Sondermitteln des Investitionsprogrammes Fördermittel für den Neubau einer Küche, der nun um fünf weitere Etagen aufgestockt wird. Mit den Baumaßnahmen wolle man aber nicht nur neue Betten bereitstellen, sondern auch Strukturen und Prozesse verändern, so Stange. Auch die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz unterstrich die Wichtigkeit der Sanierung. Da die Auslastung des Klinikums durchschnittlich nur knapp unter 100 Prozent liege, seien die Baumaßnahmen dringend notwendig gewesen.

Jürgen Banzer ging anschließend auf die Situation des Gesundheitswesens in der Region ein, das sich auf einem guten Weg befände. In Zeiten, in denen zunehmend Standards herabgesetzt würden sei es wichtig, gerade im medizinischen Bereich diesem Trend nicht zu folgen und stattdessen dafür zu kämpfen, dass die Menschen optimale medizinische Versorgung erhalten. Besonders die Basisversorgung der Patienten dürfe nicht Not leiden. „Mit dem Neubau kann das Klinikum sein Angebot in erheblichem Maße ausweiten und modernisieren“, so Banzer. „Das bedeutet mehr Platz für die Patienten und für eine qualitativ hochwertigere Versorgung.“

Die Baumaßnahmen sind mittlerweile zügig vorangeschritten: Das alte Gebäude des Frühförderzentrums ist zu einem großen Teil abgerissen, zur Zeit wird das Isolationsgebäude entkernt.

Heino Stange ist zuversichtlich, dass das Gebäude im Laufe der nächsten Wochen abgerissen werden kann. Auch der Neubau der Küche ist inzwischen begonnen worden und wird fristgerecht im Jahr 2011 beendet werden.

Von Hannah Becker

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