FDP-Landratskandidat spricht sich für Privatisierung bei Minderheitsbeteiligung des Kreises aus

Klinikum: David will Kombi-Lösung

Werner David

Hersfeld-Rotenburg. Der FDP-Landratskandidat Werner David hält für eine Klinikfusion eine 51-prozentige private Beteiligung und eine 49-prozentige Kreisbeteiligung für sinnvoll. Dies habe sich bei vielen Krankenhäusern, wie beim Kreiskrankenhaus „St. Elisabeth“ in Hünfeld bereits bewährt.

Der Kreis behielte somit nach Davids Meinung weiterhin einen starken Einfluss als Gesellschafter, jedoch könnten private Investoren, etwa Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) und das Kreiskrankenhaus Rotenburg (KKH) qualitativ sinnvolle Erkenntnisse im Bereich der Personal- und Betriebswirtschaft mit einbringen.

„Die Ängste und Sorgen der Mitarbeiter und der Patienten sind durchaus nachvollziehbar. Deswegen ist hier unbedingt Offenheit und Transparenz erforderlich“, sagt David. Dies sei im Kreistag von CDU und SPD nicht gewünscht gewesen. „Stattdessen gaben sie Landrat Dr. Schmidt einen Freifahrtschein für eine mögliche Klinikfusion mit Fulda.“, schreibt David in einer Pressemitteilung. Um einer Abkehr von öffentlichen Tarifen entgegenzuwirken, solle ein Haustarifvertrag mit einvernehmlichen Lösungen zwischen den Gesellschaftern und der Gewerkschaft Verdi abgeschlossen werden. Durch variable Sonderzuwendungen könnten die Mitarbeiter nach Davids Ansicht zudem am Ergebnis beteiligt werden. Beispielhaft sei das Paulinenkrankenhaus in Berlin, wo Teamprämien vorgesehen seien, wenn die Liegezeiten gesunken sind.

Mit Leistungszuschlägen schaffe man für Patienten mehr Service, zufriedenere Mitarbeiter und schwarze Zahlen für die Klinik. Wirtschaftlichkeit sei auch bei Kliniken notwendig.

Einen Persilschein für Verluste dürfe es nicht geben, so Werner David. (red/jce)

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