Vorwurf: Vorbereitung der Klinikschule verzögert

Klinikleitung übt Kritik an Künholz

Fulda /Bad Hersfeld. Eine Woche vor der Landratswahl sieht sich Kandidatin Elke Künholz (SPD) massiver Kritik ausgesetzt. Die Erste Kreisbeigeordnete wird wegen ihrer Vorbereitung der Klinikschule in der neuen Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Hersfeld attackiert.

Der Vorwurf: Künholz habe nicht alles Nötige in die Wege geleitet, damit die Schule und damit auch die Tagesklinik wie geplant zum 1. April eröffnen können. Dabei habe sie lange genug über alle Informationen verfügt. Was die Kreistags-CDU bereits bemängelt hat, unterstreicht auch die Leitung des Herz-Jesu-Krankenhauses in Fulda noch einmal, das die Klinik am Weinberg betreibt.

Die Erklärungen von Künholz gegenüber unserer Zeitung zum Sachstand der Klinikschule hätten die Verantwortlichen in ihrer Sorge bestärkt. Gut drei Wochen vor der geplanten Inbetriebnahme sind die 50 000 Euro für die Einrichtung und das Lehrmaterial noch nicht genehmigt und damit keine Ausschreibung erfolgt.

Der Mietpreis für die Klinik-Schulräume sei Künholz bereits am 6. Mai 2013 mitgeteilt worden, erklärt Herz-Jesu-Geschäftsführer Michael Sammet. Exakt dieser Mietpreis wurde letztlich vereinbart. Künholz hatte gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass sich die Verhandlungen mit Fulda sehr zäh gestaltet hätten und es ein hartes Ringen um den Mietpreis gegeben habe, der etwas über den ortsüblichen Mieten liege. „Richtig ist, dass am 8. Oktober 2014 letztmals über den Mietpreis gesprochen wurde und dessen Höhe durch Baukostennachweise belegt und akzeptiert worden ist“, erwidert Sammet.

Der Vizelandrätin hätten bereits seit Mai 2013 alle wesentlichen Informationen vorgelegen, die für einen ordnungsgemäßen Start der Schule notwendig sind. Die Herz-Jesu-Klinik sieht den Öffnungstermin nicht nur der Schule, sondern auch der Tagesklinik weiter in Gefahr. Denn ohne die Schule, die 16 Kinder aus dem Kreisgebiet besuchen sollen, könne die Tagesklinik nicht in Betrieb gehen. (red/mcj)

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