FDP-Landratskandidat Werner David aus Oberbreitzbach setzt auf interne Lösung

Klinikfusion nur im Kreis

Im Landratswahlkampf: Von links Bodo Breitbart, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Rotenburg-Bebra-Ronshausen, Kandidat Werner David, Inge Bartholomäus, FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende, Bernd Böhle, stellvertretender Kreisvorsitzender. Foto: sis

Rotenburg. Der FDP-Kandidat zur Landratswahl, Werner David aus Oberbreitzbach, spricht sich für eine kreisinterne Lösung bei einer Klinikfusion aus. Von einer Zusammenarbeit vor allem zwischen dem Klinikum Bad Hersfeld und dem Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum verspricht er sich eine Stärkung beider Standorte und eine Fortsetzung der bürgernahen medizinischen Versorgung. Das unterstrich David am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Rotenburg, als er sich und sein Wahlprogramm vorstellte.

„Spaltung des Kreises“

Gleichzeitig kritisierte der 59-jährige Unternehmer, dass der Kreis erst jetzt und gleichzeitig „in großer Eile“ eine Fusion vorantreibe, obwohl das Klinikum schon seit mehreren Jahren rote Zahlen schreibe. Bei einer Fusion des Krankenhauses mit dem Klinikum in Fulda befürchtet der Landratskandidat eine Spaltung des Kreises.

Vor allem die Bewohner des Nordkreises würden sich bei der medizinischen Versorgung künftig nach Kassel orientieren. Zudem werde das Kreiskrankenhaus in Rotenburg in seiner Existenz gefährdet, gebe es eine Fusion mit Fulda. Kreiskrankenhaus und HKZ belegten, dass Kliniken in privater Trägerschaft schwarze Zahlen schreiben könnten.

In einem Bereich ist der Landkreis Fulda für David vorbildlich: im Straßenausbau. Die Infrastruktur dort sei Championsleague, im heimischen Landkreis spiele man in der Kreisklasse. Hier müssten die Schwerpunkte der Politik neu gesetzt werden.

Werner David, der geschäftsführender Gesellschafter der Hohenrodaer Firma Focus Diamant Werkzeuge ist, tritt als einer von fünf Kandidaten zur Landratswahl am 15. März an. Am 5. Januar soll er offiziell von seiner Partei nominiert werden, am 8. Januar müssen alle Unterlagen beim Kreiswahlamt vorliegen.

Er kandidiere, weil im Landkreis nicht so weitergemacht werden könne wie bisher, erklärte er. Seine Chancen schätzt er nicht schlecht ein, weil er für Positionen stehe, die auch Menschen zum „Kreuzchen machen“ animieren könnten, die ansonsten nicht FDP wählen würden. Im Übrigen sei Kommunalpolitik keine Parteipolitik.

Von Silke Schäfer-Marg

Kommentare