Strahlentherapie und Nuklearmedizin jetzt auch in Bad Hersfeld

Kliniken kooperieren im Kampf gegen Krebs

Bad Hersfeld. Im Kampf gegen die Volkskrankheit Krebs konnte jetzt durch die Eröffnung von Spezial-Abteilungen für Strahlentherapie und Nuklearmedizin am Klinikum Bad Hersfeld eine wichtige Versorgungslücke für Tumorpatienten in unserer Region geschlossen werden. Die hochmoderne Strahlentherapie wird als Kooperation mit dem Klinikum Fulda als eine Art Außenstelle betrieben. Gestern wurden beide Abteilungen in Anwesenheit von Gesundheitsminister Jochen Banzer eröffnet.

Banzer nannte das Kooperationsmodell einen Beweis dafür, dass qualitativ hochwertige medizinische Versorgung auch im ländlichen Raum gelingen kann. Ein Krankenhaus allein könne dies allerdings nicht leisten, dies gehe nur durch Kooperation. Dank der Strahlentherapie sei die Diagnose Krebs „kein Todesurteil mehr, sondern der Beginn eines schweren Weges, der aber nicht verloren ist.“ Banzer mahnte aber auch, dass das Gesundheitswesen künftig mehr Geld brauche, um alle verfügbaren medizinischen Möglichkeiten auch zu nutzen.

Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller, der auch Aufsichtsratschef des dortigen Klinikums ist, sagt: „Bonifatius und Lullus treffen sich wieder“ und würdigte die Klinik-Kooperation als einen Weg, der den regional-politischen Gedanken befördere. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der Aufsichtsratschef des Klinikums Bad Hersfeld, lobte die „spürbare Erweiterung der medizinischen Versorgung“ ohne Konkurrenz zwischen den Kliniken.

Klinikum-Geschäftsführer Martin Ködding nannte das Projekt einen „Quantensprung der Qualität und Kooperation“ und dankte der Landesregierung für ihre Unterstützung.

Der Vorstand des Klinikums Fulda, Harald Jeguschke, sprach von einer „volkswirtschaftlich optimalen Lösung.“ Er betonte, dass das ganze Know-how aus Fulda auch in Bad Hersfeld verfügbar sei. „Wir bieten die beste Strahlenmedizin, die zurzeit in Deutschland möglich ist.“  Hintergrund, zum Tage Und Beilage „Neue Mitte“

Von Kai A. Struthoff

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