Nach Portoerhöhung werden in den Postfilialen wieder Zusatzmarken angeboten

Kleine Zweier helfen aus

Die neuen und ihre Helfer: Seit dem 1. Januar kostet das Porto für einen Standardbrief 62 Cent. Maria Landefeld aus Ransbach, Mitarbeiterin der Postagentur in der Bad Hersfelder Innenstadt, zeigt die neuen Briefmarken (links) sowie die Zwei-Cent-Ergänzungsmarken. Foto: Rössing

Hersfeld-Rotenburg. Wer derzeit einen Brief verschicken möchte und noch Marken aus dem vergangenen Jahr hat, der muss mehr kleben als gewöhnlich. Die Deutsche Post hat zum 1. Januar das Porto für den Standardbrief wieder erhöht. Von glatten 60 Cent auf die Summe von 62 Cent.

Wer noch alte Briefmarken besitzt, muss Zusatzmarken kaufen. Dafür hat die Post extra 2-Cent-Marken drucken lassen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Portoerhöhung.

? Ich habe noch 60-Cent-Marken zu Hause. Kann ich die noch verwenden?

! Ja, das geht völlig problemlos. In Postfilialen kann man die neuen 2-Cent-Ergänzungsmarken kaufen, um das Porto für den Standardbrief auf 62 Cent aufzustocken. Außerdem kann man an Briefmarkenautomaten, die vor und in den Postfilialen zu finden sind, jeden Wunschwert als Briefmarke erhalten. Also auch eine 2-Cent-Marke.

? Ich habe aus Gewohnheit eine alte 60-Cent-Marke auf den Brief geklebt und ihn eingeworfen oder die Erhöhung vergessen. Wird der Brief trotzdem zugestellt?

! Seit dem 1. Januar sind Briefe, die mit 60-Cent-Marken versehen wurden, unterfrankiert. Es gibt laut Post keine Karenzzeit. Allerdings komme es darauf an, wann es erkannt wurde, dass der Brief nicht ausreichend frankiert ist. Wird es schon im Briefzentrum bemerkt, komme der Brief zurück zum Absender. Wenn der Fehler erst beim Zustellen erkannt wird, muss der Empfänger das fehlende Porto zahlen. Man sollte also auf die richtige Frankierung achten.

? Ich habe mir schon im Dezember einen Vorrat an 2-Cent-Marken zugelegt und nicht alle benötigt. Was mache ich nun mit dem Rest?

! Es werden keine 60-Cent-Marken mehr von den Postfilialen verkauft. Sollten die übriggebliebenen Marken nicht für das reguläre Porto einer Sendung ausreichen, kann man es in einer Postfiliale entweder aufstocken oder eine Briefmarke mit dem fehlenden Wert an einem Briefmarkenautomaten ziehen, um das Porto zu vervollständigen.

? Was wird mit den 60-Cent-Marken gemacht, die die Postfilialen nicht rechtzeitig verkauft haben und nun übrig sind?

! Für die nicht verkauften Marken wird es eine Rückholaktion geben. Anschließend werden sie sachgemäß vernichtet. Briefmarken sind Wertzeichen, ähnlich wie Geldscheine.

Auf der Internetseite der Deutschen Post kann man zudem seine Briefmarken online bezahlen und selbst ausdrucken. Sogar mit Motiv sind diese erhältlich. Bezahlt werden muss nur der normale Portopreis ohne Zusatzkosten. www.deutschepost.de

Von Maximilian Bülau

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