Kinder- und Jugentheaterwoche lockten 1100 Besucher ins neue Buchcafé

Kleine Festspiele ganz groß

Theater für Kinder und Jugendliche: Die kleinen Festspiele waren ein großer Erfolg. Jugendliche blickten hinter die Kulissen von „Sommernachsträumereien“. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die kleinen Festspiele waren in diesem Jahr ganz groß und konnten zu ihren zahlreichen Veranstaltungen in vier Tagen etwa 1100 Besucher begrüßen.

Im neuen Buchcafé lag noch ein Hauch von frischer Farbe in der Luft, als das Theater Laku Paka aus Kaufungen die Kinder- und Jugendtheaterwoche eröffnete. Sie zeigten, wie der kleine Knispel mit seiner leckeren Schnürsenkel-Suppe vom Tellerwäscher zum beliebtesten Koch im gesamten Königreich wurde. In den drei Veranstaltung für die Kitas tobten die Kinder lautstark, als das böse Krokodil eins mit dem Löffel über das große Maul bekam.

Jede Menge Improvisation

Die „Ideenfänger“ aus Göttingen improvisierten am Dienstag zusammen mit den Grundschulkindern eine abenteuerliche Geschichte rund um einen Hundegott und seinem Freund Shampoo im Land der Wölfe. Am Abend wurde heiß improvisiert, denn die „Durchgebrannten Pürierstäbe“ luden ImproKS aus Kassel ein, um gemeinsam das Publikum im Buchcafé einzuheizen (unsere Zeitung berichtete).

Ein Riesenspektakel gab es am Donnerstagnachmittag mit den Kindern der städtischen Kindertagesstätten und ihren Erziehern. „Komm wir spielen gemeinsam Theater“. Es wurde gesungen, gespielt und gelacht. Mit großem Einsatz und viel Gefühl wurde das Thema „Freundschaft“ fantasievoll bespielt. Viele Lacher und großen Applaus bekamen die Kita-Leitungen für ihr selbst erarbeitetes Stück zum Thema „Freunde“.

Am Abend konnten Interessierte einen spannenden Eindruck davon gewinnen, wie sich Theaterszenen im Detail entwickeln. Festspiel-Regisseur Joern Hinkel ließ die Besucherinnen im Buchcafe hinter seine Kulissen der Produktion „Sommernachtsträumereien“ schauen.

Das Jugendtheaterstück „360˚ - Leben im Online-Modus“ folgte am Freitag. Das Internet bestimmte das Leben von Karla und Lupo. Eine packende und herzzerreißende Geschichte, in der die Schüler sich selbst erkennen konnten.

Zum Abschluss dann ein riesiger, grauer Wolf, der seine Fresssucht nur vorgibt und die Großmutter dem Publikum erklärt, dass alte Leute doch nur noch besucht werden, wenn sie krank sind. Eine köstliche Parodie auf das Märchen „Rotkäppchen“ , perfekt inszeniert vom Figurentheater „Zitadelle“ aus Berlin“. (red/cge)

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