Der „nanoTruck“ begeisterte zwei Tage lang Besucher aller Altersgruppen

Kleine Atome ganz groß

Forscherdrang: Der zehnjährige technikinteressierte Valentin Hammer kam mit seinen Eltern und ist begeistert von der Ausstellung. Hier schaut er sich ein Modell vom Aufbau eines nano- Atoms an. Fotos: Rink

Bad Hersfeld. Der Forscherdrang hatte sie nach Bad Hersfeld getrieben: Aus der ganzen Region kamen Jung und Alt, um den nanoTruck zu besichtigen, der für zwei Tagen auf dem Gelände der Jugendherberge in der Lutherstraße seine Türen geöffnet hatte.

Ralf Frese ist einer der beiden projektbegleitenden Wissenschaftler im nanoTruck und gehört bereits seit einem Jahr zum Team gehört. Er war vom Interesse der Besucher, die er in Sachen Nanotechnologie informierte und denen er Fragen beantwortete, begeistert: „Trotz der Schulferien ist das Interesse für unser Projekt bei Jugendlichen sehr groß. Auch Auszubildende oder Studenten hatten sich nach Spezialisierungen oder weiterführenden Ausbildungsschritte in diesem Bereich erkundigt. Eine breite Öffentlichkeit aus allen Altersgruppen nimmt dieses Informationsangebot wahr.“

Und tatsächlich scheinen die winzigen Atome, die Chemiker, Physiker und Biologen gleichermaßen zu neuen Zusammenarbeiten bewegen, eine große Zukunft zu haben.

Möglichkeiten nutzen

Von Veränderungen chemischer Eigenschaften über Materialeinsparungen und Umweltschutz, bis hin zu Vorbildern aus der Natur, wie der Lotus-Blume, bei der das Wasser einfach von der Oberfläche abperlt. Es scheint keine Grenzen zu geben.

Doch es gibt auch noch eine Menge zu erforschen, was dieses komplexe Thema so spannend macht. „Es ist schön, dass auch so viele Mittelständische- und Handwerksbetriebe eine Zukunft in der Nanotechnologie sehen, denn gerade in diesen Bereichen, und auch in der Medizin, findet sie immer wieder großen Zuspruch“, erzählt Frese. Auch seine Kollegin Katharina Müller war mit der Nachfrage zufrieden: „Es ist alles gut von der Kreishandwerkerschaft organisiert worden, die Vorträge hatten viele Anmeldungen und die Ausstellungen waren sehr gut besucht.“ Besonders der zehnjährige Valentin Hammer, der mit seinen Eltern aus Neuenstein angereist kam, war von dem Truck angetan: „Ich bin technikinteressiert, deshalb finde ich es hier ziemlich interessant, auch wenn ich noch nicht alles richtig verstehe.“

Ein enormer Erfolg

Laut Alexandra Nieding, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, war der Truck für alle Beteiligten ein enormer Erfolg: „Die geführten Ausstellungen, das umfangreiche Informationsangebot- und material kamen sehr gut an und durch die zeitliche Organisation konnte sich jeder informieren.“

Sie plant bereits einen weiteren Besuch des Trucks ein: „Die Resonanz ist sogar so groß, dass wir versuchen wollen, den Truck wieder her zu holen“, berichtete Nieding sichtlich stolz.

Von Annelie Rink

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