Hersfelder Querflötistin Isabel Warm mit ihrem Duo Cobero zu Besuch in der Heimat

Klangreise mit Lerneffekt

Hochkonzentriert: Isabel Warm, an der Querflöte, und Conrad Süß, am Marimbaphon, nahmen das Publikum mit auf eine klangliche Reise durch Raum und Zeit. Foto: Teufel

Bad Hersfeld. Klangliche Kontraste können auch ganz wunderbar zusammen wirken. Das zeigten am Sonntagabend zwei junge Musiker ihrem Bad Hersfelder Publikum. Das Duo Cobero lockte mit Musik für Querflöte und ein exotisches Instrument namens Marimbaphon zahlreiche Zuschauer in die Aula der Konrad-Duden-Schule. In der gut aufgewärmten und stimmungsvoll ausgeleuchteten Aula nahmen Querflötistin Isabel Warm und Schlagzeuger Conrad Süß ihr Publikum mit auf eine Klangreise quer durch die Epochen und über die Kontinente. Isabel Warm, ursprünglich aus Bad Hersfeld und ehemalige Schülerin der Musikschule des Kreises, gründete gemeinsam mit Conrad Süß, den sie in der Musikhochschule Dresden während ihres Studiums kennengelernt hatte, vor zwei Jahren das Duo.

Die Besetzung aus Flöte und Marimba ist zwar selten, wurde aber am Sonntagabend vom Publikum hervorragend angenommen.

Konzert mit Lerneffekt

Während die Querflöte in der klassischen Musik weit verbreitet ist, dürfte das Marimbaphon einigen der Konzertbesucher bis zum Sonntagabend noch unbekannt gewesen sein. Es gehört zur Familie der Xylophone und hat seinen Ursprung in Afrika. In der Pause erklärte Conrad Süß einigen Zuschauern sein Instrument im Detail.

Klanglich überzeugte die Kombination der beiden Instrumente. Das Duo präsentierte Bachs Sonate in C-Dur ebenso virtuos und unterhaltsam, wie balinesische Originalkompositionen für diese Besetzung. Mit hervorragender Präzision und gelungenem Timing zeigten die beiden jungen Musiker ihr Können am jeweiligen Instrument und entlockten dem Publikum lang anhaltenden Applaus. Auch ein Ausblick auf die südamerikanische Musik war Teil des Abends. Mit Tango-Kompositionen von Astor Piazzolla präsentierten die Musiker weitere, unerwartete Facetten ihrer Instrumente und ihres eigenen Könnens.

Reizvolle Kontraste

Querflöte und Marimbaphon überzeugten klanglich durch reizvolle Kontraste. Während die Querflöte zuweilen durch einen recht kühlen und klaren Klang besticht, lassen sich auf dem Marimbaphon sehr warme, volle Klänge produzieren und es wirkt wunderbar harmonisch als Begleitung zur Querflöte.

Die „Fantaisie brilliante sur Carmen“, in Anlehnung an Georges Bizets Oper Carmen, war sicherlich eines der bekanntesten Stücke. Sympathisch führte das Duo auch hier durch den Abend. Einige Lacher im Publikum gab es, als Warm von der Geschichte zu dieser Komposition berichtete. Es handele sich dabei um eine tragische Liebesgeschichte – ihren Begleiter Conrad Süß und sie verbinde aber keine solche. Sie seien lediglich ein „Arbeitsehepaar“.

Von Sabrina Ilona Teufel

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