Ver.di Fachbereich 8 wendet sich gegen Pläne, das Arbeitsgericht zu schließen

Klage am Ort verwehrt

Bernard Zettl (links) und Rudolf Hartung, seit 50 Jahren in der Gewerkschaft, erinnern sich an bewegte Zeiten der IG Druck und Papier. Sie blättern in der Chronik des Ortsvereins, die bereits seit über 40 Jahren geführt wird. Interessiert hört Vorsitzende Ellen Sandrock-Becker zu.

Bad Hersfeld. Während seiner gut besuchten Jahreshauptversammlung hat der ver.di-Ortsverein Bad Hersfeld des Fachbereichs 8 (Medien, Kunst, Industrie) beschlossen, in einem Brief an Minister Jörg-Uwe Hahn seiner Empörung darüber Ausdruck zu verleihen, dass es Überlegungen gibt, das Arbeitsgericht in Bad Hersfeld zu schließen. In dem Brief führt der Ortsverein aus, dass den Arbeitnehmern nicht nur weitere Anfahrtswege und längere Wartezeiten zugemutet würden, sondern der Weg der mündlichen Klageerhebung vor Ort wäre ihnen zukünftig verwehrt. Dies könne nicht unwidersprochen hingenommen werden. Der Ortsverein hofft, dass es nicht zu einer Schließung kommt, zumal der Einspareffekt recht gering scheint.

Becker macht weiter

Im weiteren Verlauf der Versammlung, an der auch ver.di-Bezirkssekretär Leo Rauh teilnahm, fanden Neuwahlen des kompletten Vorstandes statt.

Die wiedergewählte erste Vorsitzende Ellen Sandrock-Becker verabschiedete mit einem herzlichen Dank für deren langjährige Mitarbeit die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Uwe Barth, Manfred Winter, Armin Boback sowie den bisherigen Revisor Heinrich Dippel.

Mit einem verjüngten neuen Vorstand will der Ortsverein die nächsten Jahre zum Wohle seiner Mitglieder gestalten. Neu im Vorstand sind Winfried Mattausch, Sascha Nürnberg, Olaf Podszuweit und Lars Krannich. Wiedergewählt wurden Rudolf Hartung, Bernard Zettl, Horst Langhans, Helmut Fischer, Marianne Hartwig-Fischer, Lucia Buhlmann und Sonja Windolf. Als Revisor fungiert Peter Firges.

Danach konnte Ellen Sand-rock-Becker neben den Ehrungen für 25 Jahre und 40 Jahre Mitgliedschaft auch Rudolf Hartung und Bernard Zettel ehren, die der Gewerkschaft bereits seit 50 Jahren die Treue halten und auch weiterhin aktiv im Vorstand mitarbeiten werden.

Kommentare