Erzieher demonstrierten in Bad Hersfeld

Der Kita-Streik geht weiter

Rund 100 Demonstranten zogen durch die Bad Hersfelder Innenstadt, um auf ihre Forderungen nach einer höheren Entlohnung aufmerksam zu machen. Foto: Macheledt

Bad Hersfeld. Gerechtere Entlohnung für ihre Arbeit als Erzieher im öffentlichen Dienst forderten am Mittwoch die Teilnehmer der Demonstration von Verdi, Komba und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Circa 100 Demonstranten zogen durch die Bad Hersfelder Innenstadt, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Seit Montag streiken die Mitarbeiter mehrerer Kitas in Bad Hersfeld, in weiteren Kommunen soll ab nächster Woche gestreikt werden (wir berichteten). Die Anforderungen an die Erzieher hätten sich in den letzten Jahren stark gewandelt, erläuterte Gewerkschafssekretärin Daniela Suttner von Verdi Osthessen. Ging es früher „nur“ um die Betreuung der Kinder, erwarten Eltern und Behörden heute vorschulische Bildung für die Kinder in den Einrichtungen. Erzieher seien mittlerweile sehr gut ausgebildete Fachkräfte und müssten auch dementsprechend entlohnt werden, so Suttner.

Die aktuelle gültige Tätigkeitsbewertung stammt im Kern noch aus dem Jahr 1991. Fünf Verhandlungsrunden zwischen Gewerkschaften und Kommunen blieben bisher erfolglos. Daher haben sich die Mitglieder in einer Urabstimmung zu einem unbefristeten Streik entschieden, teilte Verdi mit.

Die Streikenden gaben auf einer Kundgebung vor dem Bad Hersfelder Rathaus bekannt, dass der Streik auch in der nächsten Woche von Montag bis Donnerstag fortgeführt werde. Laut Verdi sei Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling darüber informiert worden und habe zugesichert, dass die Stadt Angebote für Notfallbetreuungen bereitstellen werde. Ebenfalls wurde dem Bürgermeister eine Liste mit Forderungen der Erzieher überreicht.

Von den 13 Kitas der Kreistadt werden in fünf Notfallbetreuungen zur Verfügung stehen, teilte die Stadtverwaltung mit. Die betroffenen Eltern wurden darüber bereits informiert. (am)

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