Magistrat empfiehlt Standort im Westteil – Auch Ersatz für Friedrich-Ebert-Straße

Kita soll in den Schilde-Park

Noch arbeitet der Bagger im Hintergrund nicht am neuen Bad Hersfelder Kindergarten, sondern an der Zufahrt zur Anlieferung für die Schilde-Halle. Doch auf der freien Fläche im Vordergrund könnte tatsächlich die benötigte Tagesstätte entstehen. Fotos: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die Suche nach einem geeigneten Standort für eine neue Kindertagesstätte in Bad Hersfeld geht in die entscheidende Phase. Und wenn es nach den Vorstellungen der Verwaltung geht, wird die viergruppige Einrichtung auf dem Baufeld im westlichen Teil des Schilde-Parks entstehen. Das geht aus einem neuen Konzept zum Ausbau der städtischen Kindertagesstätten hervor, mit dem der für das Kindergartenjahr 2012/13 errechnete Bedarf abgedeckt werden soll.

Denn in Bad Hersfeld werden durch den ab August bestehenden Anspruch auf einen Krippenplatz voraussichtlich 73 Plätze mehr benötigt als derzeit vorhanden. Bürgermeister Thomas Fehling und der für die Kindergärten zuständige Mitarbeiter Horst Gerlich haben deshalb einen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der dieses Problem zeitnah beseitigen soll.

Dickster Brocken ist darin der mit etwa 1,7 Millionen Euro veranschlagte Neubau im Schilde-Park, der künftig je zwei Kindergarten- und Krippengruppen beherbergen soll. Die Entscheidung über den Standort – eine Alternative wäre die Erweiterung des Anne-Frank-Kindergartens am Geistalbad – wie auch der Baubeginn sollen so bald wie möglich erfolgen.

Die neue Kita könnte dann auch den zweigruppigen Kindergarten aus der Friedrich-Ebert-Straße aufnehmen. Dort besteht sowohl am Gebäude wie an den Außenanlagen erheblicher Sanierungsbedarf, den Fehling auf rund 600 000 Euro beziffert. Diese Einrichtung würde dann geschlossen, das Grundstück verkauft. Zwei Interessenten haben sich schon bei der Stadt gemeldet.

Eine weitere Maßnahme ist der Ausbau der Kinderkrippe Helfersgrund in der Eisenacher Straße für eine Kindergarten- und zwei zusätzliche Krippengruppen. Weiter sollen im Dorfgemeinschaftshaus Kalkobes zwei Krippengruppen untergebracht werden, darunter „Die kleinen Strolche“ vom Kirchplatz. In diesem Zusammenhang lobte Fehling die Flexibilität der im Gemeinschafthaus beheimateten Vereine, die nun zusammenrücken.

In die Räume am Kirchplatz soll schließlich die Hortgruppe aus der Wilhelm-Neuhaus-Schule ziehen, deren Domizil gekündigt wurde.

Von Karl Schönholtz

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