Durstlöscher sind gefragt: Getränkeverkäufer bekommen vor allem Wasserflaschen einzeln zurück

Die Kisten sind knapp

Bleibt auf seinem Bier sitzen: Tobias Mangold vom tegut...Getränkemarkt verkauft zur Zeit vor allem Wasser und Schorlen. Fotos: Becker

Bad Hersfeld. Wenn die Temperaturen steigen und die Urlaubszeit naht, gönnt sich jeder gerne ein frisches Bier am Abend. Viel mehr Menschen greifen allerdings zur Wasserflasche oder zum Eistee. Auch Tim Bätz vom logo-Getränkefachmarkt in der Hombergerstraße verkauft vor allem alkoholfreie Durstlöscher. „Auch alkoholfreies Bier ist im Kommen, hat sich aber noch nicht ganz durchgesetzt“, sagt Bätz.

Er und seine Kollegen haben momentan Schwierigkeiten mit der Außenpräsentation der Getränke. Weil es so heiß ist, kann er keine PET-Flaschen nach draußen stellen. „Besonders Bier gärt dann recht schnell und bei Wasser entweicht die Kohlensäure - das schmeckt einfach nicht mehr und kann im ersten Fall auch schnell gefährlich werden“, erklärt Bätz. Mit ganz anderen Problemen muss sich Dirk Hofmann vom Edeka-Getränkemarkt am Johannesberg beschäftigen: Bei ihm herrscht ein Getränkekisten-Engpass.

Probleme mit Leergut

„Die Leute kaufen zwar regelmäßig Getränke, bringen oft aber nur einzelne Flaschen zurück. Die Getränkekisten lagern dann ewig in ihren Kellern“, schildert Hofmann. Erst nach einiger Zeit würden die Kisten alle in einem Schwung abgegeben werden. „Gerade weil wir verpflichtet sind, Leergut anzunehmen, haben wir oftmals ein Transportproblem: Wir bekommen zwar die leeren Flaschen zurück, aber keine Kisten zum Einlagern.“

Diese Problematik kennt auch Tobias Mangold vom tegut-Getränkemarkt. Gerade die Wasserkisten fehlten. „Und die brauchen wir besonders“, meint Mangold, denn auch bei ihm wird zur Zeit hauptsächlich Wasser gekauft. Allerdings griffen auch immer mehr Menschen aufgrund des günstigen Preises zu Einweg-Artikeln, die nicht in Kisten verkauft werden.

Beim Bier hingegen bliebe der Kunde aber weiterhin beim traditionellen Kasten. „Gerade zur Fußball-WM haben wir viel mehr Bier verkauft als es zur Zeit der Fall ist“, berichtet Mangold. Eine Woche nach dem Finale der WM habe sich der Bierkonsum der Bad Hersfelder allerdings wieder zurück entwickelt.

Von Hannah Becker und Annelie Rink

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