Unternehmen dementiert Gerüchte von Massenentlassungen

Kirchner Solar Group baut bei Personal um

Alheim. Nach der Kürzung der Einspeisevergütung für Strom aus Sonnenenergie ist die deutsche Solarbranche im Umbruch. Nun gibt es auch Gerüchte um Entlassungen bei der Kirchner Solar Group (KSG) in Alheim-Heinebach. Doch die Firma dementiert: Langfristig werde das Personal weiter aufgebaut.

Das erklärte Geschäftsführer Lars Kirchner am gestrigen Donnerstag gegenüber unserer Zeitung. Der Anbieter von Fotovoltaik-Lösungen, der im Landkreis Hersfeld-Rotenburg durch zahlreiche Solarparks bekannt ist, habe im vergangenen Jahr 27 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Aktuell beschäftigt KSG in Heinebach etwa 220 Menschen, dazu kommen Mitarbeiter im Ausland. Allein in Afrika hat Kirchner 30 Mitarbeiter.

Zuletzt seien sechs Angestellte entlassen worden, dafür kämen im Oktober drei neue dazu. Das sei Teil eines deutlichen Personalumbaus, mit dem das Unternehmen auf die Veränderungen in der Solarbranche reagiere, sagte Kirchner: „Unsere Flexibilität hat uns groß gemacht, die müssen wir beibehalten.“

Weil es für Solarstrom künftig weniger Geld gibt, sei das Geschäft mit Großkunden, darunter Handwerksbetriebe und Händler, radikal eingebrochen. Es habe bisher 40 Prozent des Umsatzes ausgemacht. Als Reaktion auf diese Veränderung werde KSG das Geschäft mit Privatkunden verstärken. Auch der Verkauf von Solaranlagen in Afrika ohne Anschluss ans Stromnetz entwickele sich sehr gut. Die Firma stecke nicht in der Krise. Aktuell lägen Aufträge im Wert von 45 Millionen Euro vor.

Bei der Neuausrichtung würden auch Mitarbeiter entlassen. „Wer bislang mit dem Großkundengeschäft beschäftigt war, kann aber nicht automatisch Anlagen in Afrika planen“, erklärt Kirchner. Deshalb gebe es aktuell eine Fluktuation unter den Beschäftigten, aber keinen Personalabbau. Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Von Marcus Janz

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