Markenauftritt des Baukonzerns wird vereinheitlicht: Nur Name soll sich ändern

Kirchner heißt bald Strabag

Dr. Marion Henschel und Peter Hübner stehen hinter der Verschmelzung von Kirchner mit Strabag. Foto: kai

Bad Hersfeld. Das 1926 gegründete Bauunternehmen Hermann Kirchner wird ab Anfang 2015 unter dem Namen Strabag firmieren. Das blaue K wird dann nicht mehr auf Baustellen in ganz Europa auf die Bad Hersfelder Traditionsfirma hinweisen. „Nur der Name ändert sich, sonst bleibt in Bad Hersfeld alles wie es ist“, verspricht Peter Hübner.

Er sitzt in der Kirchner-Geschäftsführung und dem Strabag-Vorstand. Ziel der Namensänderung sei die Vereinheitlichung des Markenauftritts der Strabag. Die Aktiengesellschaft ist mit rund vier Milliarden Euro Jahresumsatz deutscher Marktführer im Verkehrswegebau. Seit 2008 hält sie die Mehrheit bei Kirchner.

Kirchner-Geschäftsführerin Dr. Marion Henschel erwartet von dem engeren Schulterschluss mit dem Mutterkonzern eine weitere Stärkung des Standortes Bad Hersfeld mit derzeit 650 Mitarbeitern. Auch das Ausbildungszentrum und die Lehrwerkstatt in Bebra bleiben bestehen. Dort werden alle kaufmännischen Azubis des Konzerns ausgebildet – 400 bis 500 pro Jahr.

Neben Kirchner sind 17 weitere Baufirmen unter dem Strabag-Dach von der Umfirmierung betroffen. Rund die Hälfte der 11 000 Mitarbeiter des Konzerns arbeiten derzeit noch bei Tochtergesellschaften mit anderen Namen. „Unser Personal braucht eine einheitliche Marke“, sagt Hübner, dies sei auch für die Rekrutierung von Fachkräften wichtig. Von der Stärkung der Corporate Identity verspreche man sich zudem Vorteile bei der Zusammenarbeit bei Großprojekten wie auch in der Werbung. Damit soll die Leistungsvielfalt und -stärke des Baukonzerns in der Öffentlichkeit deutlicher hervorgehoben werden.

Henschel und Hübner betonen, dass sie voll hinter der Umfirmierung stehen. „Der Namensverlust war nicht aufzuhalten“, sagt Henschel. Dennoch wisse sie, dass vor allem langjährige Kirchner-Mitarbeiter den Namensverlust mit etwas Wehmut sehen. Deshalb soll in den kommenden Monaten intern wie extern mit einer Image-Kampagne für die Neuausrichtung geworben werden. (kai) Zum Tage

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