Beitrag zur Finanzierung wird aber nicht reduziert

Kirche trägt steigende Kita-Kosten nicht mit

Hersfeld-Rotenburg. Die Kosten der Kommunen für die Kindertagesstätten sind drastisch gestiegen. Die evangelische Kirche im Kreis Hersfeld-Rotenburg hat in dieser schwierigen Situation zugesagt, „ein stabiler und verlässlicher Partner für die Kommunen zu bleiben“. Die erheblichen Mehrkosten könne sie aber nicht mittragen.

Das erklärten Dekanin Gisela Strohriegl und Dekan Frank Hofmann für die Kirchenkreise Rotenburg und Hersfeld. Die Kirche reagiert damit auch auf kritische Stimmen in einigen Parlamenten – zum Beispiel in Philippsthal. Dort denkt die politische Gemeinde darüber nach, selbst die Trägerschaft der evangelischen Kita zu übernehmen.

Die evangelische Kirche ist freier Träger von 21 Kitas und einem integrativen Hort im Landkreis. In einigen Kommunen hat die Kirche ihre prozentuale Beteiligung an den ungedeckten Kosten für die Kindertagesstätten gesenkt. Für die Kita in Obersuhl zum Beispiel von 20 Prozent im Jahr 2014 auf acht Prozent ab dem 1. Januar 2016. In Nentershausen lag der Anteil der Kirche 2008 sogar noch bei 40 Prozent. Zurzeit beträgt er dort 12,5 Prozent.

„Wir haben zwar den prozentualen Anteil in einigen Fällen gesenkt, aber nicht den Gesamtbetrag, den wir pro Jahr für die Kindertagesstätten ausgeben“, betonte Strohriegl. Pro Jahr stelle die Kirche etwa 600 000 Euro für die Kitas im Kreis zur Verfügung – mal 50 000 Euro mehr, mal 50 000 Euro weniger. Diese Summe habe sich in den vergangenen zehn Jahren nicht verändert und solle sich auch nicht ändern.

„Wir geben nicht weniger Geld für die Kitas aus. Die erheblichen Mehrkosten der vergangenen Jahre können wir aber nicht mittragen. Und das müssen wir auch nicht“, sind sich Strohriegl und Hofmann einig und verweisen auf die rechtlichen Vorgaben für freie Träger sozialer Einrichtungen.  zum tage, Seite 2 hintergrund

Von René Dupont

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