Lichtspielhäuser im Kreis haben in Digitalisierung investiert

Kinofilme kommen von der Festplatte

Horst Martin

Hersfeld-Rotenburg. Die Filmrolle hat ausgedient. In beiden Kinos im Kreis – dem Biber-Kinocenter in Bebra und dem Cineplex in Bad Hersfeld – kommen die Bilder von der Festplatte.

Um den Schritt zu gehen, mussten beide Häuser allerdings mächtig investieren. Mit etwa 150 000 Euro gibt Horst Martin, Betreiber des Cineplex, die Investitionssumme an. Seinen Angaben nach sind die Arbeiten im Cineplex vor gut zwei Wochen fertig geworden. Das Biber-Kinocenter, so berichtet Betreiber Mirko Rehs, war 2009 das zweite Lichtspielhaus hessenweit, das in die neue Technik investierte. 250 000 Euro steckte er in die Umrüstung.

„Die Qualität der Bilder ist unumstritten großartig, und die Kinobesucher wollen eben das Beste“, sagt Rehs, und Martin stimmt zu: „Es ist brillant, da gibt es nichts Besseres.“

Der Aufwand der Umrüstung allerdings war enorm. Weil die neuen Projektoren keine Temperaturen von mehr als 26 Grad vertragen, mussten die Projektionsräume mit Klimaanlagen ausgerüstet werden. Rehs: „Der Stromverbrauch ist enorm.“ Martin ergänzt: „Die Projektoren sind um ein Vielfaches teurer.“ Zudem sei noch unbekannt, wie lange die Geräte unter voller Auslastung halten.

Auf der anderen Seite stehen die Filmverleihe. Mirko Rehs rechnet vor: 1000 bis 1500 Euro Materialkosten fielen für eine Filmrolle auf Zelluloid an – auf Festplatte etwa 100 Euro.“ Eine Folge: Auch die kleineren Betriebe bekommen die Blockbuster vom Verleih schon zum Kinostart.

STICHWORT, ZUM TAGE

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Von Rainer Henkel

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