Neue Sonderausstellung im „wortreich“ informiert

Von der kindlichen Sprachentwicklung

Die vierjährige Magdalena Lenz probiert ein Exponat in der Ausstellung aus. Foto: Ellenberger

Bad Hersfeld. Die neue Sonderausstellung „Sprich mit mir!“ des Mitmach-Museums „wortreich“ wurde jetzt eröffnet. Sie thematisiert die Sprachentwicklung Minderjähriger.

Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung begrüßten die Geschäftsführer Anne Groß und Bürgermeister Thomas Fehling viele geladene Gäste. Anne Groß forderte sie als „Multiplikatoren““ auf, den Titel der Ausstellung wörtlich zu nehmen, und mit vielen darüber zu sprechen.

Bürgermeister und Geschäftsführer Thomas Fehling betonte in seiner Ansprache vor allem den Vorteil der Mehrsprachigkeit. Die Exponate sind auf Deutsch, Türkisch und Russisch beschriftet. Damit könne auch anderssprachigen Mitbürgern ermöglicht werden, Angebote der Stadt wahrzunehmen.

Durch die Möglichkeit, die Ausstellung in der eigenen Sprache erleben zu können, sinke möglicherweise für viele die Hemmschwelle. Dies brauche die Unterstützung aller. Gerade deshalb sei die Eröffnungsveranstaltung als Möglichkeit zum Austausch wichtig.

Besonders begrüßten sie Dr. Doris Schuhmacher vom Goethehaus in Frankfurt. Auch sie selbst könne von den Exponaten über die Weitergabe von Lerninhalten mehr erfahren: „Sie zeigen den Menschen, was man in Sachen Vermittlung tuen kann.“

Im zweiten Stock des Gebäudes im Schilde-Park werden zum Thema Sprachentwicklung sechs Exponate ausgestellt. Diese führen die Museumsbesucher durch die Entwicklungsstadien von Kleinkindern und ermöglichen außerdem Eltern und Erziehern die Entwicklung der Kinder mit diesen spielerisch zu überprüfen. Erzieherin Elke Burghardt lobte, dass die Stadien dabei nicht auf ein bestimmtes Alter festgelegt werden. Denn sie weiß, bei Kindern „erfolgt der Spracherwerb sehr unterschiedlich“.

„Sprich mit mir!“ ist eine Wechselausstellung, die vom Deutschen Bundesverband für Logopädie gestellt wird. Sie wird an verschiedenen Orten in der Bundesrepublik gezeigt. Unterstützt wird sie dabei von den Verlagen „Duden“ und „Schulz Kirchner“ sowie der Organisation „Mehr Zeit für Kinder“. Seit gestern ist die Ausstellung auch für die Öffentlichkeit zu sehen. Besucht werden kann sie bis zum 3. November.

Von Caroline Ellenberger

Kommentare