Zwei Vernissagen in der Galerie am Stift – Künstler zeigen Skulpturen und Ölgemälde

Von Kindern und Kühen

Inspiriert von den Strahlentierskelett-Zeichnungen des Biologen Ernst Haeckel fertigte Siegbert Altmiks 13 Skulpturen aus Alabaster, Sandstein und Steatit an. Die Ausstellung in der Galerie am Stift läuft noch bis zum 9. Juni. Fotos: Deppe

Bad Hersfeld. Was verbindet Kinder und Tiere? Für die Monheimer Künstlerin Melanie Tilkov ist es vor allem die reine, unschuldige Ausstrahlung. „Kinder und Tiere sind noch nicht überschattet von Umwelteinflüssen, während wir erwachsenen Menschen die perfekte Täuschung beherrschen“, sagt die 42-Jährige. Die 13 in der Galerie im Stift ausgestellten Bilder, die sie mit Öl- und Eitemperafarben gemalt hat, sind ebenso wie die zwölf gezeigten Grafiken stark autobiografisch geprägt.

Zerbrechlicher Stein

Keine Gemälde, sondern „Objekte“ stellt Siegbert Altmiks aus. Er arbeitet mit Sandstein, Alabaster und Steatit. „Der Besucher soll aber gar nicht erkennen, dass es sich um Stein handelt, durch die Formen und Verarbeitungen soll sich das Material in gewisser Weise auflösen“, sagt der Künstler. Und in der Tat wirken die monolithischen Skulpturen nahezu zerbrechlich. Zu den Werken inspiriert wurde er von dem Biologen Ernst Haeckel, an dessen Strahlentierskelett-Zeichnungen die insgesamt 13 Skulpturen in der Eingangshalle der Galerie erinnern.

Lebensprozesse sind das Thema seiner Werke, „life in progress“ ist auch der Titel seiner Ausstellung.

Eröffnung am Wochenende

Die Ausstellung von Melanie Tilkov mit dem Titel „Von Kindern und Kühen“ wird am heutigen Samstag um 15.30 Uhr, Siegbert Altmiks’ „Life in progress“ am Sonntag, 21. April um 11.30 Uhr eröffnet. Stadträtin Birgit zum Winkel wird jeweils die Begrüßung sprechen. Für musikalische Untermalung sorgt Saxophonist Marcel Schmidt. Die Exponate werden bis zum 9. Juni zu sehen sein. Geöffnet ist die Galerie im Stift dienstags bis samstags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Lasse Deppe

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