Noch können alle Stellen besetzt werden – Viele vor der Rente

In Kindergärten werden Erzieherinnen knapp

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Hersfeld-Rotenburg. Mit dem gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz für unter dreijährige Kinder, dem Anspruch einer hochwertigen frühkindlichen Bildung und flexibleren Betreuungszeiten steigt auch der Bedarf an qualifizierten Erzieherinnen und Erziehern. In einigen Großstädten haben die Einrichtungen bereits Probleme, alle Stellen zu besetzen. Auch im Landkreis Kassel gibt es derzeit 24 unbesetzte Erzieherstellen.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg konnten bisher offenbar alle Stellen besetzt werden, in Zukunft könnte sich die Situation aber ändern. Denn viele Erzieherinnen stehen kurz vor der Rente. „Wir haben teilweise einen hohen Altersschnitt und brauchen deshalb dringend Nachwuchs“, erklärt die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz.

Auch Thomas Baumann, Bürgermeister von Ludwigsau und Sprecher der Bürgermeister im Kreis, richtet den Blick in die Zukunft. „Es ist erkennbar, dass die Auswahl an Bewerbern für eine Stelle kleiner wird“, sagt er. „In den nächsten Jahren könnte es knapp werden.“ 75 Kindertageseinrichtungen gibt es im Kreis Hersfeld-Rotenburg, davon 45 in kommunaler Trägerschaft.

Probleme bereitet gerade kleineren Einrichtungen schon jetzt die Vertretung im Krankheitsfall oder während der Urlaubszeit. Während es zum Beispiel in Bad Hersfeld und Heringen für die städtischen Einrichtungen fest angestellte Vertretungskräfte als „Springer“ gibt, stehen andere Einrichtungen vor einer fast unlösbaren Aufgabe. „Vor zehn Jahren war das noch anders, aber in den letzten Jahren ist das zu einem Dauerproblem geworden“, sagt etwa Pfarrer Winfried Schiel für die evangelischen Kindergärten in Bosserode, Richelsdorf und Hönebach.

Ebenfalls nur schwer zu bekommen sind laut Elke Künholz sogenannte Integrationserzieher für Kinder mit Beeinträchtigungen.

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Von Nadine Maaz

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