Bedürftigkeit hält sich auf hohem Niveau

360 Kinder werden über Tafeln versorgt

Hersfeld-Rotenburg. Etwa 1050 Menschen im Kreis erhalten Lebensmittel bei den Tafeln in Bad Hersfeld und Bebra sowie in der Ausgabestelle in Rotenburg. Insgesamt werden etwa 360 Kinder auf diese Weise mitversorgt. In Bad Hersfeld gibt es eine Warteliste für Einzelpersonen, erklärt Otfried Hose von der dortigen Tafel des Kirchenkreises Bad Hersfeld. Die Bedürftigkeit sei gleichbleibend auf hohem Niveau. Auch in Bebra ist der Bedarf trotz der zurzeit wirtschaftlich guten Lage nach wie vor da. Manche müssen drei bis vier Monate warten, bis sie eine Berechtigungskarte bekommen können, berichtet Inge Ulber vom Träger der Tafel, dem Kirchenkreis Rotenburg.

Die Zahl der Berechtigungskarten, die ausgegeben werden können, hängt von der Menge der zur Verfügung stehenden Lebensmittel ab, erklären die Organisatoren. „Familien versuchen wir, sofort reinzubekommen“, erzählt Otfried Hose. Einmal im Monat kann man sich in Bad Hersfeld für die Tafel anmelden. Dazu müssen Sozialhilfebescheid und Personalausweis mitgebracht werden.

In Bad Hersfeld und Bebra/Rotenburg können die Tafeln auf eine stattliche Zahl von ehrenamtlichen Helfern zurückgreifen: In der Kreisstadt sind es 70 Helfer für Fahrdienst, Sortierdienst und die Ausgabe. Wie in Bebra, wo man auf 80 Helfer bauen kann, engagieren sich beim Fahrdienst vor allem die Männer, die Ausgabeteams sind überwiegend weiblich besetzt.

Backwaren, Obst und Gemüse gibt es immer bei den Tafeln, in Bebra gibt es auch häufiger Eier und Milch. Was fehlt sind Brotaufstriche, berichtet Inge Ulber. Lange haltbare Lebensmittel wie Reis, Öl, Mehl und Zucker oder auch Kaffee fehlten oft, teilte Otfried Hose mit. Aktionen wie „Kauf ein Teil mehr“ in den Lebensmittelgeschäften sorgen hier zumindest zeitweise für Entspannung. Die Tafel sei für viele Menschen eine ganz wichtige Einrichtung, erklärt die Rotenburger Dekanin Gisela Strohriegl. ZUM TAGE/SEITE 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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