Zweites Forum der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen

Kinder stehen im Mittelpunkt

Heike Habermann

Hersfeld-Rotenburg. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AfB) veranstaltete in der Stadthalle Bad Hersfeld das 2. Bildungsforum Hersfeld-Rotenburg. Nach einem Schwerpunkt zum Thema „Kinderarmut“ im August 2010 stand nun der Schulgesetzentwurf der SPD im Vordergrund, welcher die inhaltlichen Schwerpunkte sozialdemokratischer Bildungspolitik in einem ganzheitlichen Konzept und einen Gegenentwurf zum CDU/FDP-Gesetz darstellt.

Mit Heike Habermann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, und der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz standen zwei kompetente Gesprächspartnerinnen zur Verfügung.

„Will man Chancen- und Bildungsgerechtigkeit erreichen, dann muss man Kinder in den Kindergärten und Grundschulen früher fördern und vor allem in der Mittelstufe länger gemeinsam lernen lassen, ohne sie in Bildungsverlierer und Bildungsgewinner bereits im Alter von zehn Jahren einzuteilen“, sagte Karsten Vollmar, 1. Vorsitzender der AfB, zur Begrüßung.

Der Ausbau von flexiblen Eingangsstufen in der Grundschule, Stärkung des Elternwillens, Wahlfreiheit der Schulen zwischen G8 und G9 und die Schaffung finanzieller Grundlagen sind weitere Schwerpunkte der SPD-Bildungspolitik.

Vor allem bekennt sich die SPD zur Schulsozialarbeit. „Schulsozialarbeit kommt jedem Schüler zugute, deswegen ist es auch wichtig, klare Beschäftigungsverhältnisse für unsere Schulsozialarbeiter zu schaffen“, so Elke Künholz.

Ganztagsschule

Generelles Ziel sei eine Schule, in der Schüler, Lehrer und Eltern optimale Bedingungen vorfinden, und die auch mehr und mehr ganztägig arbeiten wird. Nur Ganztagsschulen bieten eine verlässliche Tagesstruktur, die Möglichkeit zur Einnahme eines Mittagessens, pädagogische Betreuung auch über den normalen Unterricht hinaus und damit Unterstützung für die Schüler sowie deren Eltern, die Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können.

Ein klares Ja gab es auch zum Erhalt eines breit aufgestellten Schulstandortes, vor allem der Grundschulen im Landkreis. „Wir wollen ein wohnortnahes Schulangebot in jedem Fall erhalten“, so Elke Künholz. Sie begreift vor allem die Flexibilisierung der Grundschulen – also auch in jahrgangsübegreifenden Lerngruppen zu unterrichten – als Chance, diese Schulen auch dauerhaft zu sichern. Nur so kann die kommunale Familie mit wohnortnahen Schulangeboten attraktiv auch in der Fläche bleiben und jungen Familien Angebote auch jenseits der großen Städte machen, was einen Beitrag zur Lebensqualität der Region leistet. Zu dieser Qualität gehören auch die beruflichen Schulen, die Schule für Erwachsene sowie die Oberstufen des Landkreises. (red/rey)

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