Bad Hersfelder Festspiele: Premiere für „Die Eule“ auf Dienstag, 7. Juli, verschoben

Kinder sind dicht dran

Versprechen Lacher: Der faule Lehrling Fritz (Christopher Seban, links) und Meister Mollig (Joern Hinkel).

Bad Hersfeld. Bis jetzt war „Die Eule“ eines der unbekannteren Märchen der Gebrüder Grimm. Zumindest in Bad Hersfeld ist das bald nicht mehr so. Franziska Reichenbacher hat die Geschichte entdeckt und daraus ein Theaterstück für die Festspiele geschrieben. Auf die erste Vorführung müssen die Theaterfans aber noch ein paar Tage warten. Wegen der Erkrankung eines Darstellers, kann sie nicht wie geplant am morgigen Sonntag stattfinden, sondern muss auf Dienstag, 7. Juli, 16 Uhr, verschoben werden.

Das Kinderstück im Buchcafé soll, so versichert Franziska Reichenbacher, keine Dauereinrichtung werde. Es war jedoch in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen notwendig, nach einem anderen Raum zu suchen. Und der erweist sich als ideal für das, was Reichenbacher und die beiden Regisseure Joern Hinkel und Markus Majowski vermitteln wollen. Hier sind die Kinder dem Geschehen auf der Bühne ganz nah und können hautnah miterleben, was das Mädchen Gretchen erlebt.

Wie bei den Festspielstücken für die Erwachsenen, spielen auch hier nicht nur Profis, sondern auch Kleindarsteller eine wichtige Rolle. In diesem Fall sogar die Hauptrolle. Die teilen sich Paula Waap, neun Jahre alt, aus Heringen und die beiden elfjährigen Bad Hersfelderinnen Pauline Noth und Amelie Trümner.

Ihre Spielszenen werden ergänzt durch die Erzählerin (Franziska Reichenbacher), die die Geschichte vorträgt. Sie handelt, wie könnte es anders sein, in einer kleinen Stadt, ganz ähnlich wie Bad Hersfeld. Dort entdeckt der Lehrling des Dachdeckers (Christopher Seban) in einer Scheune ein unbekanntes Wesen und versetzt die ganze Stadt in Aufruhr mit der Behauptung, es sei ein Ungeheuer.

Vermeintliches Ungeheuer

Nur Gretchen ist furchtlos und sieht genau hin und erkennt in dem vermeintlichen Ungeheuer eine Eule, der sie helfen will. Doch weil Erwachsene oft weder genau hinsehen, noch zuhören, weil sie glauben, alles zu wissen kommt es in der kleinen Stadt beinahe zur Katastrophe. „Ein Stück über Wahrnehmung und Wahrheit und über die Macht der Einbildung“, heißt es in der Ankündigung der Festspiele. Weitere Rollen spielen Victoria Spindler, Ute Reiber und Peter Englert. Auch die beiden Regisseure werden auf der Bühne stehen.

Ansprechen wollen die Theatermacher Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene.

Von Christine Zacharias

Kommentare