Insgesamt gute Ergebnisse bei den Einschulungsuntersuchungen

Kinder im Kreis sind fit für die Einschulung

Hersfeld-Rotenburg. Die Schulanfänger im Kreis Hersfeld-Rotenburg schneiden im Landesvergleich gut ab. Das zeigen die Ergebnisse der letzten Einschulungsuntersuchungen.

Die schulpflichtigen Kinder erhielten zu 91 Prozent die Empfehlung zur Regeleinschulung, nur in neun Prozent der Fälle wurde eine Zurückstellung empfohlen. Hessenweit lag die Quote für die Regeleinschulung bei 87 Prozent. Auch in Sachen Vorsorge (U2 bis U9) und Impfungen liegt der Kreis über dem Landesdurchschnitt. „Das klappt hier sehr gut“, lobt Schulärztin Ina Siemers. Unterdurchschnittlich oft sind die Kinder von Übergewicht und Adipositas betroffen, ebenso positiv schneiden sie im Vergleich ab, wenn es um ihre sprachlichen Fähigkeiten geht, wobei in Großstädten auch mehr Kinder mit Migrationshintergrund leben, die die deutsche Sprache bei der Unterschung noch nicht beherrschen.

Alle Kinder, die bis zum Stichtag 30. Juni sechs Jahre alt und damit im kommenden Schuljahr schulpflichtig sind, müssen verpflichtend an einer Einschulungsuntersuchung teilnehmen, in der die Schulfähigkeit der Jungen und Mädchen überprüft wird. Für das nun beginnenden Schuljahr wurden im Kreis 1081 Kinder untersucht. Für die Organisation und die Durchführung der Untersuchungen ist der Fachdienst Gesundheit des Kreises mit seinen beiden Schulärztinnen zuständig. Die Schulfähigkeit der Kinder wird in Hessen seit 2007 mit dem so genannten S-ENS-Test überprüft (siehe Hintergrund). Neben der körperlichen Gesundheit werden auch sprachliche Fähigkeiten getestet.

Die Schulärztinnen geben allerdings nur Empfehlungen. Über die Schulfähigkeit und die Einschulung entscheiden letztlich die Schulen. Probleme sieht Schulärztin Ina Siemers vermehrt bei den sprachlichen und motorischen Fähigkeiten. „Die Kinder werden ungeschickter“, hat sie in den vergangenen Jahren beobachtet. ZUM TAGE, HINTERGRUND, S. 2

Von Nadine Maaz

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