Projekt: Im Solztal steht jetzt ein Storchennest

Kinder tun alles für Meister Adebar

Landschaftsplaner Klaus Gärtner (rechts) hatte zur Überraschung aller den Storch „Fridolin“ mitgebracht. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin, der Schulleiterin der Solztalschule , Özdemir (Mitte), und dem Praktikanten Marian Müller (links) bereiteten die Schüler der 2a mit großem Engagement einen Kunsthorst für Fridolins Artgenossen vor.

Sorga. Das war vielleicht ein spannender Tag für die Klasse 2 a der Solztalschule in Sorga. Lesen, Rechnen, Schreiben standen hinten an, als es galt noch rechtzeitig vor der Brutzeit einen Storchenhorst im Solztal bei Oberrode aufzustellen.

Gemeinsam mit Schulleiterin Julia Özdemir und dem Praktikanten Marian Müller flochten sie ein Storchennest. Die Weidenruten dazu kamen aus dem eigenen Wäldchen, das vor Jahren während der Renaturierung des Schulhofes angelegt worden war.

Das notwendige Wagenrad hatte Carsten Mawick vom Hermannshof bereitgestellt und bereits mit den Kindern der Nachmittagsbetreuung entsprechend vorbereitet. Der Fördervereinsvorsitzende der Schule hatte auch die Idee, den Storchenhorst im Solztal aufzustellen und steuerte neben dem Rad noch einen entsprechenden Mast für den Bau bei.

Beeindruckt

Klaus Gärtner, Landschaftsplaner der Kreisstadt, war beeindruckt von dem Arbeitseinsatz auf dem Schulhof und hatte zur Überraschung aller den Storch „Fridolin“ von der Naturlandstiftung ausgeliehen und als Anschauungsobjekt mitgebracht. So wurde neben der praktischen Arbeit gleichzeitig das Wissen der Mädchen und Jungen über Meister Adebar verbessert.

Klaus Gärtner hatte sich um die Abwicklung des gesamten Projektes gekümmert und wieder eine ganze Reihe Hersfelder Unternehmen und Ehrenamtliche gefunden, die zum Gelingen des Projekts beitrugen. Den zwölf Meter hohen Mast stellte Marcel Begoin von der gleichnamigen Dachdeckerfirma mit einem Spezialkran in das vorbereitete Fundament an der Solz. Am Boden wurde er dabei von Carsten Mawick, Julia Özdemir, Helmut Nürnberger und Reiner Hagemann tatkräftig unterstützt. Letzterer montierte auch aus einem sicheren Arbeitskorb heraus den von den Kindern vorbereiteten Kunsthorst auf dem Mast.

Vom Zweitklässler bis zum Landwirt sind nun alle gespannt, wann es das erste Mal auf dem neuen Wahrzeichen im Solztal klappert. Alte und neue Fans des Kinderweges im Solztal können den Horst an der Solz am besten mit dem Fernglas vom Radweg zwischen Sorga und Oberrode erspähen. (red)

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