Alkoholisierter Bad Hersfelder fühlte sich von Musik gestört

Kettensägen-Überfall bei Kneipennacht: Täter vor Gericht

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Bad Hersfeld. Weil er sich offenbar von der Musik gestört fühlte, stürmte ein 46-jähriger Bad Hersfelder bei der Kneipennacht am 31. März 2012 in den Irish Pub an der Bismarckstraße. Jetzt muss sich der stark alkoholisierte Täter vor dem Amtsgericht Bad Hersfeld verantworten - wegen Vollrausches.

Mit einer laufenden Motorkettensäge soll der Mann, der über der Kneipe wohnte, damals die Gäste bedroht und gedroht haben, ihnen die Köpfe abzuschlagen. Außerdem forderte er laut Staatsanwalt, die Musik abzustellen. Der Vorfall passierte gegen 0.30 Uhr. Zur Tatzeit hatte der Mann einen Blutalkoholwert zwischen 2,18 und 2,62 Promille. Als die Polizei eintraf, soll er mit der laufenden Säge auch auf die Beamten losgegangen sein. Verletzt wurde bei dem Vorfall am Rande der Kneipennacht zum Glück niemand.

Den Angreifer selbst konnten die Polizisten allerdings nur durch den Einsatz von Pfefferspray und mit körperlicher Gewalt überwältigen. Der Täter wurde dabei verletzt und musste im Klinikum Bad Hersfeld behandelt werden. Anschließend wurde er in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung untergebracht.

Aufgrund der massiven Alkoholisierung des Angeklagten sei es nicht auszuschließen, dass dieser unfähig war, das Unrecht der Tat einzusehen, heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft. (red/nm)

Mehr über den Prozess lesen Sie später online und in der HZ am Freitag.

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