Montagsinterview: Kristina Marth (26) ist die neue Moderatorin von Sport & Show

„Keine Vergleiche ziehen“

Neues Gesicht und neue Stimme von Sport & Show: Kristina Marth. Foto: Eyert/Ar

Bad Hersfeld. Kristina Marth löst Hans Hantke am 9. und 10. Januar 2015 als Moderatorin von Sport & Show ab. Wir haben mit der 26-jährigen Hersfelderin, die redaktionelle Mitarbeiterin unserer Zeitung ist, gesprochen.

Nur noch wenige Tage bis zur Show. Schläfst Du noch gut, Kristina?

Kristina Marth: Ja natürlich. Warum auch nicht?

Überhaupt nicht nervös?

Marth: Nein, noch nicht. Und ich denke, das wird auch bis kurz vor der ersten Show so bleiben. Wenn sich dann am Freitagnachmittag aber die Halle füllt und die erste Moderation kurz bevorsteht, werde ich bestimmt zittrig. Der Körper macht dann plötzlich, was er will. Aber das legt sich ja auch wieder.

Wie war’s denn beim Probelauf im vergangenen Jahr?

Marth: Genau so. Ich war erst absolut ruhig. Aber als ich dann das Mikro in den Händen hielt, meinen Namen hörte und wusste, dass ich jetzt raus muss, bin ich nervös geworden. Ich denke, das hat man auch meiner Stimme angehört.

Die Fußstapfen, die Hans Hantke hinterlässt, sind ziemlich groß...

Marth: Das ist richtig. Aber das sollte doch überhaupt kein Problem sein.

Wieso?

Marth: Weil wir ja kaum unterschiedlicher sein könnten. Uns trennen der große Altersunterschied und auch das Geschlecht. Da wird ja wohl niemand Vergleiche ziehen wollen.

Was wird Kristina Marth anders machen als Hans Hantke?

Marth: Das kann ich so gar nicht sagen. Das wird auch nicht gezielt geschehen. Ich werde einfach meine Art einbringen und den Leuten nichts vorspielen. Wer authentisch moderiert, macht schon viel richtig, finde ich.

Derzeit drängen immer mehr junge, attraktive Frauen in die Moderation – vor allem im Sport. Woran liegt das?

Marth: Ich weiß es nicht, und ich sehe es auch durchaus kritisch. Ich denke, die Tür ist derzeit offen, und viele nutzen diese Gelegenheit. Das heißt aber nicht, dass es auch alle jungen Moderatoren gut machen – was aber nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer gilt.

Haben es junge, gut aussehende Frauen vielleicht leichter?

Marth: Schwer zu sagen. Ich glaube, sie haben es zumindest nicht mehr schwerer als junge Männer. Die Zeiten haben sich geändert.

Du bist ausgebildete Redakteurin und moderierst ab sofort die größte Veranstaltung der Region. Gibt es schon ein konkretes Berufsziel?

Marth: Sport ist gut, und Moderation ist gut. Beides zu kombinieren, wäre toll. Aber ob das ein Ziel ist oder nur ein Traum, wird sich zeigen.

Unsere Leser kennen Dich als Mitarbeiterin unserer Zeitung. Verrätst Du ihnen noch etwas Privates?

Marth: Naja, ich bastle derzeit an der Abschlussarbeit meines Studiums. Und nebenbei verdiene ich mir mit den freien Texten etwas Geld. Ansonsten gibt es da nicht wirklich viel zu erzählen.

Dann eine ganz andere Frage: Was ist bei Deinem Lieblingsklub Borussia Dortmund derzeit los?

Marth: Das ist schwer zu sagen. Da kommt einiges zusammen. Verletzungspech, Neuzugänge, die die Erwartungen nicht erfüllen, eine Mannschaft, die so, wie sie derzeit zusammenspielen muss, nicht hundertprozentig zusammenpasst – und die noch nicht mit der Situation klarkommt. Ich denke, die Pause wird ihnen gut tun. Es wird bald wieder bergauf gehen.

Letzte Frage: Wie sieht es mit Deinen Wünschen für 2015 aus?

Marth: Es klingt vielleicht etwas banal, aber wenn Freunde und Familie gesund und zufrieden sind, kann man alles andere so nehmen, wie es kommt. Naja, und jetzt wünsche ich mir natürlich erst einmal, dass Sport & Show auch in diesem Jahr ein Erfolg wird.

Von Sascha Herrmann

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