Autohandel ist nicht eingebrochen – Händler sind optimistisch

Keine Katastrophe nach der Abwrackprämie

Hersfeld-rotenburg. Der Automarkt ist in unserer Region nach dem Ende der Abwrackprämie nicht – wie befürchtet – eingebrochen. Viele Händler sehen die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr optimistisch. Das ist das Ergebnis einer – nicht repräsentativen – Umfrage bei Autohäusern im Landkreis.

„Die Auswirkungen der Abwrackprämie spüren wir so gut wie gar nicht“, sagt Heiko Dietz, Filialleiter beim Mazda-Händler Hansmann Automobile in Bad Hersfeld. Im Verkauf sei es zwar zurzeit merklich ruhig, das liege allerdings eher am dauerhaft schlechten Wetter: „Viele Kunden warten ab – wenn es wärmer wird, werden auch wieder mehr Autos gekauft“, sagt Dietz optimistisch.

Befürchtung trifft nicht zu

„Die Befürchtung, dass viele Kunden ihre Käufe wegen der Abwrackprämie vorgezogen haben, ist aus unserer Sicht Quatsch“, sagt Annette Sömmer, Geschäftsführerin des Fiat-Autohauses Autogalerie Bad Hersfeld. Ihre Kunden, die die Prämie genutzt hätten, seien überwiegend ältere Leute gewesen, die sich sonst vielleicht gar kein neues Fahrzeug mehr gekauft hätten, berichtet sie. Der Verkauf zu Jahresbeginn sei zwar – wie in jedem Jahr – schleppend gewesen, einen Einbruch gebe es aber nicht.

„Wir als BMW-Händler haben grundsätzlich durch die Abwrackprämie keine großen Schwankungen erfahren“, sagt Edgar Jürgens, Prokurist und Verkaufsleiter des BMW-Autohauses Limberger in Bad Hersfeld. Auch aus seiner Sicht habe sich zu Jahresbeginn am Kundenverhalten wenig geändert. „Viele hoffen zwar noch auf stark subventionierte Angebote seitens des Herstellers. Dass noch stärkere Nachlässe als bisher gewährt werden, ist angesichts des Budgets allerdings unwahrscheinlich“, sagt Jürgens. Dass sich der Automarkt eher im Normalzustand als im Einbruch befindet – das bestätigen auch weitere Händler aus der Region. LOKALSEITE 5 HINTERGRUND/ZUM TAGE

Von Peter Gottbehüt

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