Neue Bürgerliste will den Hessentag 2015 oder 2017 nach Bad Hersfeld holen

Keine Angst vor Defizit

Bad Hersfeld. Wenn es nach der Fraktion der Neuen Bürgerliste (NBL) in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung geht, soll Bad Hersfeld wieder Hessentagsstadt werden.

Bereits im Jahr 1994 hatte NBL-Fraktionsvorsitzender Michael Bock als damaliger Kulturdezernent das Interesse der Stadt in der für den Hessentag verantwortlichen Staatskanzlei angezeigt. Von dort kam nun die Anfrage, ob das Interesse weiterhin bestehe, wie Bürgermeister Thomas Fehling den Fraktionen mitgeteilt hat.

Der Hessentag wird im jährlichen Wechsel zwischen Städten in Norden und im Süden Hessens veranstaltet. Nach Vellmar im Jahr 2013 würden demnach die Hessentage 2015 und 2017 wieder in der nördlichen Landeshälfte stattfinden.

„Da müssen wir zugreifen, meint NBL-Stadtverordneter Armin Leckel, der dem Hessentag als aktiver Teilnehmer seit drei Jahrzehnten besonders verbunden ist. Anlässlich des Hessentages gebe es Landeszuschüsse in Höhe von zehn bis 15 Millionen Euro, welche erhebliche Investitionen in die Infrastruktur und das Stadtbild ermöglichten. Allerdings sei für die Stadt selbst auch mit einem Defizit zwischen drei und vier Millionen Euro zu rechnen, wie die Erfahrungen der vergangenen Hessentagsstädte zeigen, ergänzt Uwe Kohlstädt. „Das ist aber machbar. Die Vorteile überwiegen bei Weitem“, finden Kohlstädt und Leckel.

Die Stadt war bereits Gastgeberin des siebten Hessentages im Jahr 1967, lange vor der Gebietsreform und der Wiedervereinigung Deutschlands. Im Jahr 2017 läge dieses Ereignis genau 50 Jahre zurück.

Die NBL-Fraktion hofft, dass jetzt die Stadtverordnetenversammlung ein positives Signal Richtung Staatskanzlei geben wird. (red)

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