Kreistag einig: Nur Fernleitung bringt Lösung für Salzabwasser von K+S

Keine Alternative zur Pipeline

Blick auf die Werksanlagen von Hattorf, Werk Werra der K+S , in Röhrigshof. Archivfoto: Hartmann/nh

Hersfeld-Rotenburg. Eine Pipeline zur Lösung des Salzabwasser-Problems von Kali und Salz ist notwendig. Darüber war sich der Kreistag am Montagabend einig. Das Gremium fordert das Unternehmen deshalb einstimmig auf, der Empfehlung des Runden Tisches „Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion“ zu folgen und umgehend mit der Planung einer Fernleitung zu beginnen sowie ein umsetzbares Konzept vorzulegen. Eingeleitet werden solle die Salzlauge an einem ökologisch verträglichen Punkt im Bereich der Nordsee.

Wirtschaft und Natur

Ausdrücklich bekannten sich alle Redner zum hessischen Kali-Bergbau an den drei Standorten Heringen, Philippsthal und Neuhof mit über 5000 Beschäftigten. Wirtschaftliches Handeln und der nachhaltige Umgang mit der Natur sollten in Einklang gebracht werden.

Der einmütige Beschluss an die Adresse von Kali und Salz war das Ergebnis einer ausführlichen Diskussion auf Grundlage eines FDP-Antrags, der aber am Ende durch zwei Änderungsanträge von SPD und Grünen ersetzt wurde. Alle betonten die Bedeutung von Kali und Salz als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. Jochen Paulus (FDP) wies auf das Ende der Einleitungsgenehmigung in die Werra am 30. November 2012 hin. Die an vielen Stellen austretende verpresste Salzlauge belaste Grund- und Trinkwasser, sagte Jörg Althoff (Grüne). Kali und Salz unternehme bereits massive Anstrengungen, betonte Helmut Heiderich (CDU). „Wir müssen mit K + S in einem Boot bleiben.“

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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