Vor der Kommunalwahl: Das sagen unsere Politiker zu den Ergebnissen in Hamburg

Kein Trend abzuleiten

Manfred

Hersfeld-Rotenburg. Erdrutschsieg für die SPD – so lässt sich der Ausgang der Hamburger Bürgerschaftswahlen treffend beschreiben. Die CDU ist auf 20 Prozent abgestürzt, die SPD kam auf fast 50 Prozent.

Doch welche Bedeutung hat das Ergebnis für die bei uns anstehende Kommunalwahl? Kann man daraus einen Trend für den Landkreis ableiten? Diese Fragen stellten wir führenden Politikern aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Das Hamburger Ergebnis sei eine Motivation für die SPD, habe aber keinen Einfluss auf die Kommunalwahl hier, sagte Manfred Fehr. Der Bürgermeister von Rotenburg ist gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag.

Herbert Höttl, Kreistagsfraktionsvorsitzender der CDU, glaubt ebenfalls nicht an eine Bedeutung des Hamburger Ergebnisses für die Kommunalwahl im Kreis. Umfragen nach der Wahl in Hamburg hätten nachgewiesen, dass das Ergebnis aufgrund lokaler Themen und Kandidaten zustande gekommen sei. Gleiches sei auch hier zu erwarten.

Der Kreistagsfraktionsvorsitzende der Grünen, Jörg Althoff, bedauert das gute Abschneiden der SPD, da vermutlich nur die schwarzen Politiker durch rote ersetzt würden und sich sonst nichts ändere. Einen Trend, der sich für die Kommunalwahl ableiten ließe, sehe er aber nicht. „Das ist ein bisschen weit gegriffen“, sagte er auf Anfrage. Das Hamburger Ergebnis sei von Hamburger Themen bestimmt, es gebe keinen Zusammenhang mit Wahlen in anderen Bundesländern.

Bernd Böhle von der FDP Hersfeld-Rotenburg freut sich über das gute Ergebnis für die Hamburger FDP: „Es ist auf jeden Fall positiv, dass die FDP wieder in die Bürgerschaft eingezogen ist.“ Für die Kommunalwahl seien jedoch die Themen hier vor Ort entscheidend.

Auch Kreisvorstandssprecher Horst Zanger von der Linken glaubt nicht, dass sich von dem Hamburger Ergebnis auf die Kommunalwahl schließen lässt. Von der Hamburger Wahl gehe kein Einfluss auf die Wahlen im Kreis aus.

Von Patrick Kessler

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