Bad Hersfelder Stadtverordnete bemühen sich um Ruhe und Versachlichung

Kein neuer Festspiel-Streit

Bad Hersfeld. Einer, der sonst gerne mal provoziert, spielte bei der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag die Rolle des Beschwichtigers: NBL-Fraktionschef Michael Bock hätte den Antrag der Fraktionsgemeinschaft zur Sicherung und Weiterentwicklung der Festspiele am liebsten zurückgestellt, damit der jüngst vereinbarte Kompromiss zur Finanzierung des Festivals nicht durch erneute Diskussion konterkariert würde.

Obwohl die Antragsteller diesem Vorschlag nicht folgten, verlief die Debatte diesmal ruhig. Beschlossen wurden am Ende zwei der fünf Punkte: Durch eine frühzeitige Bekanntgabe des Spielplans soll schon während der laufenden Saison für das nächste Jahr geworben werden. Außerdem soll bereits im Sommer ein Finanzierungsrahmenplan erstellt werden, damit die Intendanz frühzeitig planen kann.

Für die weiteren Vorschläge der Schülbe-Fraktion fand sich jedoch keine Mehrheit: Weder ein Experten-Gremium zur Untersuchung der Markt-Tauglichkeit der Festspiele, noch eine andere Rechtsform oder die Benennung eines Mitarbeiters für Marketing und Sponsoring waren zum gegenwärtigen Zeitpunkt gewünscht.

„Man sollte die Festspiele jetzt in Ruhe arbeiten lassen“, sagte Bock.

Von Karl Schönholtz

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