Nur wenige Fahrer im Kreis setzen auf Strom und Gas

Kaum Interesse am Fahren mit E-Autos

Hersfeld-Rotenburg. Autos mit alternativen Kraftstoffen und Antrieben stoßen im Kreis Hersfeld-Rotenburg offensichtlich auf geringes Interesse. Die Zahl der Fahrzeuge, die mit Strom oder Gas fahren, ist weiterhin gering. Von 106 464 Fahrzeugen, die derzeit im Kreisgebiet zugelassen sind, fahren nur 1191 mit Gas oder Strom – wenig mehr als ein Prozent. Diese Zahlen nennt Michael Adam, Sprecher des Landkreises.

Am weitaus gefragtesten unter den alternativen Antriebsformen ist da das Flüssiggas. 1050 Wagen fahren mit einer Kombination aus Benzin und Flüssiggas. 53 fahren mit Benzin und komprimiertem Erdgas, 95 allein mit Erdgas. 39 Fahrzeuge haben sogenannte Hybrid-Antriebe, also gemischt aus Benzin oder Diesel und Elektro, ganze sieben fahren allein mit Strom.

Alexander Pfannkuche von Car-Gas aus Wabern (Schwalm-Eder-Kreis) ist zumindest zuversichtlich, dass das Flüssiggas, an der Tankstelle unter der Bezeichnung LPG zu haben, doch noch mehr Anhänger findet. „Bis 2018 ist die geringere Besteuerung beim Autogas gesichert“, sagt der Geschäftsführer. Das bedeute, dass der Literpreis für Autogas bis dahin niedrig bleibe – attraktiv für Kunden.

Auch Elektroautos sind im Kreis kein Hit. Wie auch: es gibt bislang nicht eine einzige Stromtankstelle zwischen Cornberg und Kirchheim. Alexander Pfannkuche erklärt: Eine Stromladung reicht für etwa 250 Kilometer, die Autos fahren bis zu 80 Kilometer pro Stunde schnell. Das sei laut Pfannkuche noch nicht wirtschaftlich genug.

Laut einer Studie des Aral-Konzerns nimmt das Interesse am umweltbewussten Tanken sogar ab. Konnten sich 2009 noch 36 Prozent der Befragten vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen, ist die Bereitschaft dazu 2011 um acht Prozentpunkte gesunken. Auch andere Alternativen haben laut Studie ihren Reiz verloren. ZUM TAGE, HINTERGRUND

Von Constanze Wüstefeld und Rainer Henkel

Kommentare