Fünf Monate Zufahrt zum Entsorgungszentrum

Kathuser zeigten ein Einsehen

Die Brücke über die Fulda in Friedlos wird wegen einer dringend notwendigen Sanierung ab dem 30. Mai für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Fotos: Rolf Roth

Kathus. Friede ist vorerst wieder im Bad Hersfelder Stadtteil Kathus eingekehrt. Mit Blick auf die Sperrung der Friedloser Sandsteinbrücke ab dem 30. Mai wurde die provisorische Verkehrsführung durch die Stadtteile Kathus und Sorga optimiert. Mit den Nachbesserungen, die der Vorstand des Abfallwirtschaftszweckverbandes (AZV) vorgenommen hatte, waren zum Schluss der Bürgerversammlung alle Betroffenen zufrieden. Zumindest vorerst.

„Und wenn es irgendwo klemmt, müssen wir kurzfristig Entscheidungen treffen!“, stellte Johannes van Horrick im Namen der Stadt Bad Hersfeld klar. Nach ausführlichen Vorinformationen des AZV über den Stand der Vorbereitungen kamen diesmal deutlich weniger Kathuser und Sorgaer zur Versammlung als noch am 19. Januar.

Die Zweckverband-Vorsitzende und 1. Kreisbeigeordnete Elke Künholz, der Geschäftsführer des AZV, Georg Körner, und dessen Stellvertreter Gerd Keidel erläuterten die Fakten, die sich nach Prüfung der Vorschläge und Anregungen ergaben.

Jetzt wird durch ein verbessertes Mengenmanagement die Verkehrsbelastung halbiert. Statt 22 000 Fahrten sind nur noch 10 500 notwendig. Die Tonnage soll sich sogar von 63 000 Tonnen auf 17 000 Tonnen verringern. Der maximale Anlieferverkehr soll sieben Fahrzeuge pro Stunde betragen.

Der Umschlag der Hausmüllsammelfahrzeuge erfolgt während der Umleitung auf der Bauabfallsortieranlage an der Straße zwischen Bad Hersfeld und Wippershain (wir berichteten). Dorthin müssen auch die Selbstanlieferer ihren Grünabfall bringen. Die Öffnung der Deponie am Mittelrück wird erst ab 8.30 Uhr erfolgen, so dass der Schulverkehr kaum behindert wird.

Ampel am Engpass

Im Borngraben, der Engstelle in Kathus, wird eine Ampelanlage installiert. Eventuelle Schäden werden nach Absprache mit der Stadt behoben. Mit betroffenen Friedloser Landwirten wird in den nächsten Wochen eine weitere Diskussion über den Bau einer Furt und eventuelle Entschädigungen stattfinden. „Für mich ist die Sperrung eine Katastrophe“, stellte Landwirt Heinrich Knoth (Friedlos) fest. (rt)

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