Rotenburger Bataillon wird vermutlich ab Ende 2014 aufgelöst

Kaserne wird im Mai 2015 geschlossen

Rotenburg. Vermutlich im Mai 2015 wird die Bundeswehr die Alheimer-Kaserne in Rotenburg räumen. Zwar gibt es noch keinen offiziellen Termin aus dem Bundesverteidigungsministerium für die Kasernenschließung. Aber Oberstleutnant Uwe Reinhardt, Kommandeur des in der Kaserne stationierten Führungsunterstützungsbataillons 286, geht derzeit davon aus: „Das ist das Datum, wo wir hier abschließen.“

Bereits kurz nachdem der Bundesverteidigungsminister im Oktober 2011 entschieden hatte, den Bundeswehrstandort Rotenburg komplett aufzugeben, war klar, dass es bis zur Schließung der Kaserne am Silberberg noch eine Weile dauern wird. Denn in den Jahren 2012 und 2013 haben die Rotenburger Fernmelder noch militärische Aufträge in Afghanistan und im Kosovo zu erfüllen. Inzwischen ist nach Angaben des Kommandeurs klar: Auch im Jahr 2014 muss das Rotenburger Bataillon noch zwei weitere Kontingente für Auslandseinsätze stellen.

Schon im Februar dieses Jahres hatte Christian Schmidt (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, bei seinem Besuch in Rotenburg angekündigt, die Alheimer-Kaserne werde auf jeden Fall auch 2014 noch militärisch genutzt.

Danach wird dann die Kasernenschließung vorbereitet. „Ende 2014 geht es los“, schätzt der Bataillonskommandeur. Dann wird die Zahl der Soldaten stark verringert. Bereits Ende dieses Jahres kommt das Personalkarussell in Schwung. Dann geht es für die Soldaten um die Anschlussverwendung, wird festgelegt, wer künftig wo den Dienst fortsetzt.

Mit einer Schließung im Mai 2015 läge man im Zeitplan. Bis spätestens 2017 soll nach dem Willen des Bundesverteidigungsministers die jüngste Bundeswehr-Reform umgesetzt sein. Rotenburg ist der einzige Standort in Hessen, der komplett geopfert wird.

Von Jörg Steinbach

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