Initiative Local HeRo: Ausbilder und Chefs stellten sich Schülerfragen

Karriere geht auch hier

Manuel Mohr

Hersfeld-Rotenburg. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es hochqualifizierte Jobs und Möglichkeiten zum Studium. Das ist die Botschaft, die die Initiative „I’m a Local HeRo“, ins Leben gerufen vom Landkreis und der hiesigen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, an Abiturienten der Region weitergeben will.

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Zahlreiche Firmen sind mit im Boot

Einen ganzen Tag lang berieten Ausbilder zahlreicher Firmen aus dem Kreisgebiet in den Räumen der Beruflichen Schulen in Bebra die Schüler, die sich zuvor beim Landkreis anmelden mussten. „Die Idee kam von den Unternehmen“, erklärt Corinna Zehender von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Sie ist gemeinsam mit Anja Csenar vom Kreis mit dem Projekt betraut. „Ein duales Studium ist hier möglich, Unternehmen bieten Stipendien nach der Ausbildung, es gibt Möglichkeiten, während des Studiums Ferienjobs in der Heimat zu bekommen – und die Kontakte zu den Firmen sind frühzeitig geknüpft“, sagt Zehender.

Einer, der vor nicht allzu langer Zeit noch selbst in der Situation der Schüler war, ist Manuel Mohr. Er ist im sechsten Semester eines berufsbegleitenden Studiums und beim Bauunternehmen Himmel und Papesch (Bebra).

„Ich wollte in der Region bleiben“, sagt der Ronshäuser. Nach seinem Studium kann er beim Unternehmen in die Bauleitung einsteigen, erzählt er. „Für Technikinteressierte ist das eine tolle Sache.“ Freunde wiesen ihn auf die Firma hin, er absolvierte ein Praktikum – dann fragte die Firma an, ob er nicht einsteigen wolle, erinnert er sich.

Vanessa Vaupel

„Hier sind alle Firmen vertreten, es gibt viele Informationen“, zieht Vanessa Vaupel ein positives Fazit ihres Gesprächs. Die 18-Jährige aus Sorga möchte in der Region arbeiten – „Mittelstandsmanagement“. Ihre Fragen bekam sie beantwortet, alle seien nett gewesen, sie habe Kontaktadressen bekommen. „Wir werben um die Auszubildenden“, sagt Reiner Hilmes, Ausbildungsleiter bei Continental in Bebra.

Suche nach Perspektive

Reiner Hilmes

Die Jugendlichen, die er in den Gesprächen erlebt habe, trieben immer dieselben Fragen um: „Sie fragen: Was gibt es hier? Sie suchen eine Perspektive im Leben.“ Meist kämen sie schon gut vorinformiert in die Gespräche.“ Hilmes: „Das sind vielleicht die Kollegen von morgen.“

Debora Schwalm

Eine davon: Debora Schwalm aus Sorga. Als die 21-Jährige sich fragte, ob sie in der Region eine Chance auf einen guten Arbeitsplatz habe, gab es „Local HeRo“ noch nicht. Über Mundpropaganda sei sie auf Continental gestoßen. Jetzt absolviert sie ein Duales Studium in Richtung Produktionstechnik. Ein Traumberuf von ihr sei Pilotin gewesen. „Aber so verdiene ich Geld, bin finanziell von niemandem abhängig“, sagt Schwalm. Die Abiturienten von morgen sollen nun nicht mehr durch Zufall auf die Chancen in der Region stoßen – Local HeRo soll dafür sorgen. Fotos: Henkel

Von Rainer Henkel

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