Angehende Hotelfachkräfte und Köche servieren Fisch-Häppchen im Lehrrestaurant

Karibik zum Probieren

Auch die Hotelfachkräfte hatten alle Hände voll zu tun. Ihr Outfit hatten sie passend zum Motto „Fluch der Karibik“ ausgewählt.

BAD HERSFELD. Während in der Küche noch der Salat drapiert wird, spielt im Restaurant das Streicherquartett schon das Lied „Black Pearl“.

Unter dem Motto „Fluch der Karibik“ hatten die Köche und Hotelfachleute im dritten Lehrjahr, die an den Beruflichen Schulen am Obersberg unterrichtet werden und demnächst ihre Abschlussprüfung haben, für Mittwochnachmittag ein zweistündiges Fisch-Bankett organisiert.

Etwa 50 geladene Gäste – Ausbilder, Lehrer und Förderer – galt es im Lehrrestaurant „Sinn-Fonie“ zu bewirten. Und die 16 angehenden Hotelfachleute und 13 Köche hatten sich wirklich eine Menge einfallen lassen.

Flaschenpost auf dem Tisch

Schon der Weg ins Restaurant führte über eine kleine Holzbrücke, vorbei an Palmen und Piratenflaggen. Die Speisekarten – mit einem Foto des berüchtigten Kino-Piraten Jack Sparrow im Hintergrund – zierten die Stehtische in Flaschenpostform, und auch die Gastromitarbeiter hatten sich in entsprechende Kostüme gehüllt, alles passend zum Motto des „Probeessens“. Die Variationen von Fisch-Häppchen und Meeresfrüchte-Snacks kamen als „Flying Buffet“ daher, das heißt sie wurden von den Servicekräften direkt an die Tische gebracht. Jeder konnte zugreifen, wann und wo immer er wollte. Unter anderem bei Matjes nach Hausfrauenart, getrüffelter Hummer mit Blattsalat, Lachspralinen oder Austern auf Blattspinat-Sesam-Toast.

Knapp drei Wochen lang hatten die Schüler Zeit, das Bankett vorzubereiten – von der Idee für das Motto, die passende Dekoration, über die Auswahl der Speisen und Getränke bis hin zur Gestaltung der Einladungskarten. Lediglich das Thema „Bankett/Fisch“ war ihnen vorgegeben worden, und Fingerfood sollte es sein. Lehrerin Birgit Gustke war sichtlich stolz auf ihre Schützlinge.

Planung per Facebook

„Ich bin wirklich fasziniert, alle sprühten nur so vor Ideen. So ein Stehempfang mit Fingerfood ist auch mal etwas anderes, sonst gab es immer Menüs“, wies Gustke auf die besondere Herausforderung für den aktuellen Abschlussjahrgang hin. Dabei sei es gar nicht so einfach gewesen, alle Beteiligten stets auf dem aktuellen Stand zu halten, sogar per Facebook habe man sich ausgetauscht, erklärten Farah Hairi und Carolin Linke, die die Projektleitung für die Hotelfachleute übernommen hatten. Teamgeist und Sorgfalt waren gefragt. Nervös waren Hairi und Linke zu Beginn der Veranstaltung vor allem wegen der zu haltenden Ansprache vor den Gästen. Um den Service und das fliegende Buffet machten sich die beiden jungen Frauen weit weniger Sorgen. Als Küchenchef sorgte Simon Reichmann für Ordnung zwischen Töpfen, Tellern und Häppchen. Fachlehrer Christian Bräuning „überwachte“ das Ganze.

Drei Zielen sollte das Bankett dienen: Zum Einen der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung, zum Anderen als Dankeschön für die Ausbildungsbetriebe und alle Förderer der Schule. Darüber hinaus wollte die Schule eine Netzwerksveranstaltung für ihre Lebensmittel-Zulieferer anbieten.

Ob es den Gästen geschmeckt und gefallen hat, werden die Auszubildenden noch erfahren: Auf Feedback-Bögen konnten die Teilnehmer ihre Meinung los werden. Die Desserts waren übrigens ganz ohne Fisch.

Von Nadine Maaz

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